Am Sonntag, den 15. Februar 2026, findet in Plochingen ein ganz besonderer Gottesdienst unter dem Motto „Vielfalt lernen“ statt. Um 10 Uhr sind sowohl Kinder als auch Erwachsene eingeladen, an diesem interaktiven Event teilzunehmen, das in Kooperation mit Black Kids Empowerment Plochingen durchgeführt wird. Der Fokus liegt auf der Vielfalt in Familien, Städten und Geschichten. Zu den Höhepunkten gehören interaktive Lern- und Erfahrungsworkshops, in denen die Teilnehmer verschiedene Perspektiven kennenlernen können.

Besonders spannend wird das persönliche Interview mit Esther aus Südafrika und Graça aus Angola, die ihre Erfahrungen und Sichtweisen teilen werden. Im Anschluss an die Workshops erwartet die Teilnehmer ein kulinarisches Highlight: Kongolesische Köstlichkeiten werden auf Spendenbasis angeboten. Wer am Mittagessen teilnehmen möchte, sollte sich bis zum 13. Februar unter veranstaltungen@emk-plochingen.de anmelden. Ab 14 Uhr wird zudem die Empowerment-Gruppe der Black Kids Plochingen zusammentreffen.

Weitere Veranstaltungen im Februar

Nur eine Woche später, am 22. Februar 2026, sind die Plochingener erneut eingeladen. Um 10 Uhr wird ein Gottesdienst zur Aktion „Mit Gefühl – Sieben Wochen ohne Härte!“ gefeiert. Am selben Tag findet von 14:30 Uhr bis 16:30 Uhr ein Café Aufatmen für Alleinerziehende statt. Diese Veranstaltungen bieten eine gute Gelegenheit, sich auszutauschen und Unterstützung zu finden.

Am Mittwoch, den 25. Februar 2026, um 19:30 Uhr, wird eine Fastengruppe mit Pastor Bernd Winkler stattfinden, die unter dem Thema „Sanfte Töne“ steht. Diese Reihe von Veranstaltungen zeigt, wie wichtig der Austausch und die Gemeinschaft in schwierigen Zeiten sind.

Empowerment für Kinder

Ein zentraler Aspekt der bevorstehenden Veranstaltungen ist das Empowerment, besonders für Kinder. Kinder benötigen einen „sicheren Raum“ zur Identitätsentwicklung, insbesondere in neuen Umgebungen. Ein solcher Raum wird durch das Konzept des Empowerment-Workshops geschaffen, das von Jumai Spieker und Kamady Fofana geleitet wird. Ziel dieser Workshops ist es, den Teilnehmern Empowerment und Selbststärkung zu ermöglichen.

In den Workshops können die Kinder ihre Stärken erkunden, Ziele festlegen und sich mit Gleichaltrigen austauschen. Es werden Strategien im Umgang mit Mikroaggressionen und rassistischen Aussagen behandelt, was für die persönliche Entwicklung und das Wohlbefinden der Kinder von großer Bedeutung ist. Diese Maßnahmen sind besonders wichtig, um langfristig einen gesunden Umgang mit Rassismus zu fördern.

Das Empowerment-Konzept im historischen Kontext

Das Empowerment-Konzept hat seine Wurzeln in den USA und ist eng mit den Bürgerrechtsbewegungen der 1950er-Jahre verbunden. Diese Bewegungen erlebten Diskriminierung und den Entzug von Bürgerrechten. Empowerment bedeutet die Stärkung von Individuen und Gruppen durch gemeinsames politisches Handeln und wird oft als „Selbstermächtigung“ übersetzt. In den 1990er-Jahren fand das Konzept auch Eingang in die Pädagogik, was bedeutende innovative Impulse für die soziale Arbeit und die Bildungslandschaft in Deutschland auslöste. Das Engagement der Selbsthilfebewegungen führt dazu, dass Konzepte wie Inklusion und Leichte Sprache von Betroffenen selbst formuliert werden.

Das Empowerment zielt darauf ab, Menschen zur Selbsthilfe zu ermutigen und deren Unabhängigkeit zu stärken. In diesem Kontext ist es wichtig, dass die sozialen Bewegungen und die daraus resultierenden Konzepte weiterhin die Sichtbarkeit der Betroffenen erhöhen und die gesellschaftlichen Strukturen positiv beeinflussen.