Jack Thorne, der Autor der britischen Erfolgserie „Adolescence“, hat in der BBC-Sendung „The One Show“ bestätigt, dass es keine zweite Staffel der Netflix-Miniserie geben wird. Die Geschichte um Eddie und Jamie Miller findet somit kein weiteres Kapitel. Trotz vergangener Spekulationen über mögliche Fortsetzungen, stellte Thorne klar: „Es wird keine zweite Staffel geben, die die Miller-Familie beinhaltet“ und widersprach damit dem Hinweis von Hauptdarsteller Stephen Graham, der angedeutet hatte, dass vielleicht Ideen für eine Fortsetzung existieren könnten. Thorne zeigte jedoch Interesse, in Zukunft erneut mit Graham zu arbeiten, möglicherweise in einem anderen Projekt im One-Shot-Format.[Promiflash]
„Adolescence“ wurde am 13. März 2025 auf Netflix veröffentlicht und umfasst vier Folgen, die Krimi und Drama miteinander vereinen. Die Handlung dreht sich um den 13-jährigen Jamie Miller, der des Mordes an einer Mitschülerin beschuldigt wird. Mit scharfer sozialer und kultureller Kritik behandelt die Serie Themen wie Misogynie, toxische Männlichkeit und die Herausforderungen, die das digitale Zeitalter mit sich bringt. Die kritischen Reaktionen auf die Serie, die durch die beeindruckenden schauspielerischen Leistungen und die anspruchsvolle Thematik geprägt sind, führten zu einer breiten Diskussion über Frauenfeindlichkeit und den Einfluss sozialer Medien.[Wikipedia]
Erfolge und Auszeichnungen
Die Fernsehserie hat in den letzten Wochen mehrere bedeutende Auszeichnungen erhalten, darunter vier Golden Globe Awards und acht Primetime-Emmy-Auszeichnungen, einschließlich der für die Beste Miniserie. „Adolescence“ war ein internationaler Erfolg und erreichte nahezu 143 Millionen Abrufe – damit ist sie die zweitmeistgesehene Netflix-Serie aller Zeiten. Die britische Polizei bezeichnete die Serie als „Weckruf für Eltern“, da sie wichtige gesellschaftliche Themen anspricht und zu einem Dialog anregt.[Wikipedia]
Ein zentraler Aspekt der Serie ist die Verhaftung von Jamie Miller, die durch ein Beweisvideo ausgelöst wird. Ab diesem Punkt rücken nicht nur die Ermittlungen ins Blickfeld, sondern auch die Reaktionen seiner Familie und die gesellschaftlichen Herausforderungen, die sich aus den Vorwürfen ergeben. Insbesondere die Dynamiken toxischer Online-Communities, Radikalisierung und das Problem des Cybermobbings werden thematisiert. Die Serie stellt durch ihre Darstellungen Fragen an Eltern, Erziehende und Lehrkräfte, können sie doch als wichtige Ansprechpartner fungieren, um Jugendliche vor problematischen Ideologien zu schützen und ihnen Medienkompetenz zu vermitteln.[Medienanstalt]
Gesellschaftliche Relevanz
„Adolescence“ greift verschiedene Herausforderungen auf, die Jugendliche im digitalen Raum erleben, und thematisiert die Realität des Lebens online. Emojis und digitale Codes, die insbesondere in der „Manosphere“ verwendet werden, sind ein weiteres Beispiel für die komplexen sozialen Dynamiken, die jungen Menschen begegnen. Medienkompetenz und offene Gespräche sind entscheidend, um die Gefahren von toxischen Ideologien zu erkennen und anzugehen.[Medienanstalt]
Obwohl die Entscheidung gegen eine zweite Staffel enttäuschend für viele Fans ist, bleibt die kulturelle und soziale Bedeutung von „Adolescence“ unbestritten. Thorne hat während der Golden Globes auch eine Botschaft gegen gesellschaftlichen Hass gesendet und verdeutlicht, wie wichtig es ist, solche Themen weiterhin im öffentlichen Diskurs zu halten.