Jack Owen, der ehemalige Gitarrist der Death-Metal-Band Deicide, blickt in einem kürzlich geführten Interview auf seine Zeit in der Band zurück. Owen, der 2004 zu Deicide stieß und an vier Studioalben mitwirkte, spricht offen über die Schwierigkeiten, die er mit dem Frontmann Glen Benton hatte. Während seiner Zeit in Deicide, die 2013 endete, kam es zu Unstimmigkeiten, die letztlich zu seiner Trennung von der Band führten. Laut Metal Hammer gab es damals keinen spezifischen Grund für seine Abkehr, jedoch gestand Owen, dass er es als herausfordernd empfand, mit Benton zusammenzuarbeiten.
Owen beschreibt die beiden als „völlig unterschiedliche Menschen.“ Er selbst ist introvertiert und möchte sich auf seine Musik konzentrieren, während Benton eine andere, weniger nachvollziehbare Herangehensweise hat. Diese Unterschiede führten zu Spannungen, auch wenn Owen betont, dass er mit anderen Bandmitgliedern, wie Schlagzeuger Steve Asheim und ehemaligem Gitarristen Kevin Quirion, gut auskam. Laut Blabbermouth fühlte Owen sich oft in seiner eigenen „Blase“ und sah Benton nicht in der Lage, zu erkennen, wer er war.
Die Dynamik in der Band
Diese Dynamik zwischen Owen und Benton förderte eine gewisse Spannung, die sogar in kleinen Sticheleien resultierte. Owen lässt jedoch durchblicken, dass ihn diese Sticheleien nicht wirklich beeindruckten. Seine im Vergleich dazu harmonischeren Beziehungen zu anderen Bandmitgliedern verdeutlichen, dass die Konflikte hauptsächlich zwischen ihm und Benton bestanden. Metal Hammer berichtet, dass Owen schätzt, mit fast allen Bandmitgliedern gut ausgekommen zu sein, abgesehen von Benton.
Im Nachhinein offenbarte Owen auch, dass sein Ausstieg aus der Band in Verbindung mit Meinungsverschiedenheiten über Änderungen an seinen Songs stand, die Steven Asheim für Punkte im Songwriting vorgenommen hatte. Owen schloss sich später der Band Six Feet Under an, wo er bis heute aktiv ist.
Ein Blick auf die Metal-Szene
Owen äußerte ebenfalls den Wunsch, eine kollaborative Florida Death Metal Tour ins Leben zu rufen, die an die „Big Four“ des Thrash-Metals erinnert. Diese Anregung zeigt, dass Owen trotz seiner Schwierigkeiten mit Benton weiterhin an der Metal-Szene interessiert ist und diese aktiv unterstützen möchte. Darüber hinaus verweist die Forschung auf eine tiefere Verbindung zwischen der Musik, die Fans konsumieren, und ihrer Persönlichkeit. Eine Studie, die im PsychArchives veröffentlicht wurde, untersucht die Unterschiede zwischen Heavy-Metal-Fans, Popmusik-Hörern und Anhängern harter Musik und stellt fest, dass Fans harter Musik oft zur Emotionsmodulation in ihrem Alltag auf Musik zurückgreifen.
Abschließend bleibt festzuhalten, dass Jack Owens Erfahrungen in Deicide nicht nur einen Einblick in die Herausforderungen einer Zusammenarbeit im Musikgeschäft bieten, sondern auch die persönliche Entwicklung eines Künstlers zeigen, der weiterhin seine Leidenschaft für Musik lebt, während er sich gleichzeitig mit den Komplexitäten der Banddynamik auseinandersetzt.