Am Campingplatz am Mount Maunganui, Neuseeland, ereignete sich ein schwerer Erdrutsch, der über mehrere Menschen hinwegzog und bis zu neun Vermisste hinterließ, darunter auch Kinder. Die örtlichen Polizeibehörden berichteten von einer „einstelligen Zahl“ an vermissten Personen, während sich die Suche nach Überlebenden weiterhin als herausfordernd erweist. Einsatzteams, die zum Teil aus Drohnen, Hubschraubern und Raftingbooten bestehen, setzen ihre Arbeit fort, auch bis in die Nacht hinein, um potenzielle Überlebende zu finden, wie zvw.de berichtet.
Die dramatischen Ereignisse fanden in der Zeit der Sommerferien in Neuseeland statt, was bedeutet, dass der Campingplatz von zahlreichen Touristen frequentiert wurde. Die Tragödie wurde durch extremen Starkregen und rekordverdächtige Niederschläge ausgelöst, die zu den verheerenden Bedingungen führten. Innerhalb von nur 12 Stunden fiel mehr Regen als normalerweise in zweieinhalb Monaten, was nicht nur zu diesem Erdrutsch, sondern auch zu schweren Überschwemmungen in anderen Teilen der Nordinsel führte, wie tagesschau.de berichtet.
Helle Aufregung und verzweifelte Suche
Augenzeugen berichteten von Hilfeschreien aus einem Toilettenblock, der ebenfalls von dem Erdrutsch betroffen war. Die Helfer versuchten, Kontakt zu den Eingeschlossenen herzustellen, allerdings verstummten die Stimmen nach etwa 15 Minuten. Dies stellte die Rettungsteams vor zusätzliche Herausforderungen, da die Gefahr weiterer Erdrutsche die Suche verzögert. Polizeichef Tim Anderson führte aus, dass die Einsatzkräfte äußerst vorsichtig vorgehen müssen, um nicht in eine weitere Gefahr zu geraten, wie zeit.de berichtete.
In der benachbarten Region Papamoa wurden nach einem weiteren Erdrutsch bereits zwei Tote aus einem beschädigten Wohnhaus geborgen. Diese Entwicklungen machten die Lage nur noch tragischer und besorgniserregender. In Anbetracht der Umstände pilgerte Ministerpräsident Christopher Luxon zum Ort des Geschehens und bezeichnete die Situation als „schreckliche Tragödie“.
Weitere Rettungsoperationen und Auswirkungen
Die Suche nach dem Mann, der mit seinem Auto vom Mahurangi River mitgerissen wurde, läuft ebenfalls auf Hochtouren. In mehreren betroffenen Regionen wurde ein Notstand ausgerufen, der die Mobilisierung zusätzlicher Ressourcen zur Unterstützung der Rettungsmaßnahmen ermöglicht. Diese Situation hat nicht nur die unmittelbare Umgebung betroffen, sondern auch weite Teile der Nordinsel Neuseelands, in denen die Menschen unter der enormen Menge an Regen und den daraus resultierenden Naturkatastrophen leiden müssen.
Die Herausforderungen für die Rettungskräfte sind enorm, doch die Hoffnung, Überlebende zu finden, bleibt bestehen. Die Einsatzteams sind tagtäglich im Einsatz, um Licht ins Dunkel dieser tragischen Ereignisse zu bringen. Die nächsten Stunden und Tage werden entscheidend sein, um mehr über das Schicksal der Vermissten und die Auswirkungen auf die lokale Gemeinschaft herauszufinden.