Im Jahr 2027 zeigt der dystopische Film „Children of Men“, unter der Regie von Alfonso Cuarón, ein erschreckendes Bild einer Gesellschaft, die unter dem Druck eines totalen Regimes und globaler Unfruchtbarkeit leidet. Seit 18 Jahren wurde kein Kind mehr geboren, und der jüngste Mensch der Welt ist im Alter von 18 Jahren gestorben. Dies führt zu einem weltweiten Chaos, das sich auch in Großbritannien manifestiert, wo die Bevölkerung unter einem strengen Militärregime und massiver Überwachung lebt. Die Geschichte dreht sich um Theo, gespielt von Clive Owen, einen missmutigen Regierungsbeamten, der in die dramatischen Ereignisse verwickelt wird, als seine Ex-Partnerin Julian (Julianne Moore) um Hilfe bittet, um eine schwangere Immigrantin namens Kee (Clare-Hope Ashitey) zu retten. Der Film wird am Sonntag, den 25. Januar 2026, um 22.00 Uhr auf ARTE ausgestrahlt, wie Express berichtet.
Die Handlung verdeutlicht den verzweifelten Überlebenskampf der Charaktere und thematisiert die Herausforderungen, die mit der Rettung Kees und ihrem ungeborenen Kind verbunden sind. Theo muss nicht nur Reisedokumente beschaffen, sondern auch eine gefährliche Reise durch von Militär vertragene Zonen antreten, wobei er eine ambivalente Welt konfrontiert, die zwischen Hoffnung und Gewalt schwankt. Cuarón nutzt Handkameras, um die Realität intensiv und authentisch darzustellen, was die darauffolgende Gewalt direkt in den Fokus rückt. Die ungeschönte Darstellung der Ereignisse im Flüchtlingslager Bexhill lässt den Juden der Gesellschaft zudem seine Verantwortung und also die Abkehr von humanistischer Ethik erkennen.
Das Spannungsfeld zwischen Hoffnung und Gewalt
Ein kritischer Aspekt des Films ist das Ende, das die Charaktere Theo und Kee in einem Ruderboot zeigt, während sie nach einem geheimen Schiff des „Human Project“ suchen, das die globale Unfruchtbarkeit überwinden soll. Diese Schlussszene konfrontiert die Zuschauer mit einem verstörenden Kontrast: Militärflugzeuge und Explosionen schaffen eine angespannte Atmosphäre, während das Ruderboot gleichzeitig Hoffnung auf ein neues Leben symbolisiert. Die Komplexität dieser Ambivalenz zwischen dem Überlebenswillen, repräsentiert durch Kees neugeborenes Kind, und der allgegenwärtigen Gewalt wird vielseitig interpretiert. Laut einem Artikel aus dem Cambridge Journal ist dies ein zentrales Thema des Films, in dem Flüchtlinge als „verfügbar für Zerstörung“ und als Symbole für die toxischen Realitäten der Zeit dargestellt werden.
Der Film, der auch Teil der umfassenderen Diskussion um das Genre dystopischer Filme ist, bietet einen tiefen Einblick in die gesellschaftlichen und ökologischen Herausforderungen der Gegenwart. Historisch gesehen beschreiben Dystopien, wie in der Wikipedia ausgeführt, negativ entwickelte Gesellschaften, die häufig von Krankheit, Hunger und extremer Umweltverschmutzung geprägt sind. Die Verletzlichkeit der Menschheit und die Herausforderungen des Überlebens in einer von Gewalt dominierten Welt werden in „Children of Men“ eindrucksvoll dargestellt und bieten gleichzeitig einen kritischen Blick auf die gegenwärtigen gesellschaftlichen Verhältnisse. Cuarón gelingt es, durch seinen Film einen Diskurs über Biopolitik, Rassismus und die existenziellen Ängste der Menschheit anzustoßen, indem er die dunklen Komplexitäten der menschlichen Natur und des bestehenden Systems beleuchtet.