Am Rosenmontag, einem der Höhepunkte der fünften Jahreszeit, wurde im Förder- und Betreuungsbereich in Oberboihingen eine fröhliche Faschingsfeier gefeiert. Zu Gast waren die bekannten NELAU-Hexen der Narrenzunft Wendlingen e.V., die seit vielen Jahren Teil des Faschingsprogramms sind. Die Klientinnen, Klienten und Mitarbeitenden hatten sich in fantasievolle Kostüme gekleidet und ließen sich von der ausgelassenen Stimmung anstecken. Die Hexen berichteten von ihren närrischen Traditionen und sorgten für ein buntes Treiben im Raum.

Ein besonders festlicher Moment war die gemeinsame Polonaise, die durch den gesamten Standort führte, inklusive einer Ehrenrunde durch die Werkstatt für Menschen mit Behinderung. Bei den Tanzeinlagen wurde kräftig mitgesungen und getanzt, und die Freude war in der Luft spürbar. Für viele Klienten stellt der Besuch der Hexen ein echtes Highlight im Kalender dar. Auch die Hexen selbst äußerten, dass sie die Herzlichkeit und Freude, die sie erfuhren, mit nach Hause nehmen würden. Die Veranstaltung stand ganz im Zeichen des Narrenmottos „Jedem zur Freud‘ und niemand zum Leid“. Ein herzlicher Dank ging an die Narrenzunft Wendlingen mit dem fröhlichen Ausruf „NELAU-HE!“ (Source 1).

Die NELAU-Hexen und ihre Traditionen

Die NELAU-Hexen, auch bekannt als Neckar-Lauter-Hexen, blicken in diesem Jahr auf 40 Jahre närrische Tradition zurück. Ihre erste Veranstaltung fand 1985 an Weiberfasnet statt und seither haben sie sich als fester Bestandteil der Fasnacht in Wendlingen etabliert. Besonders in der Vorbereitungszeit zum Rathaussturm am Schmotzigen Doschtig, der um 18 Uhr auf dem Marktplatz stattfinden wird, sind die Hexen aktiv. Die Gründung der Narrenzunft geht auf drei Frauen zurück, die den Grundstein für die lebendige Tradition legten (Source 2).

Fasching – Eine Zeit voller Traditionen

Der Fasching, auch bekannt als Karneval oder Fastnacht, ist eine Zeit des ausgelassenen Feierns und der Traditionen, die in Deutschland von Region zu Region unterschiedlich ausgeprägt sind. Die fünfte Jahreszeit beginnt traditionell am 11.11. um 11:11 Uhr. Während in Mainz das närrische Grundgesetz, die „Narrencharta“, verlesen wird, erwacht in Düsseldorf der „Hoppeditz“ aus seinem Senftopf. In Köln wird das neue Dreigestirn vorgestellt, und überall wird der närrische Alltag auf den Kopf gestellt. Der Begriff Karneval leitet sich vom lateinischen „carne vale“ ab, was so viel bedeutet wie „Fleisch – lebe wohl“, und markiert den Abschied von Fleisch und Genuss vor der Fastenzeit.

In unterschiedlichen Regionen Deutschlands wird Fasching auch unterschiedlich genannt: In Bayern spricht man von Fasching, in West- und Nordwestdeutschland von Karneval, während in Württemberg und Südbaden die Bezeichnung Fasnet gebräuchlich ist. Die Wurzeln der Fastnacht reichen bis ins alte Rom und zu den Germanen zurück, und die organisierte Form hat ihren Ursprung im frühen 19. Jahrhundert. Besonders Köln hat die Fastnacht in ihrer heutigen Form geprägt, und die Hochzeit der Fastnacht findet in diesem Jahr zwischen Weiberfastnacht am 12.02. und dem Straßenkarneval am Rosenmontag statt (Source 3).