Künstler Tom Weichelt, der vor zwei Jahren sein Kunststudium an der Freien Kunstakademie in Nürtingen (FKN) abgeschlossen hat, wird an der temporären Ausstellung „Gemischte Platte“ in Altenburg teilnehmen. Diese findet vom 26. bis 28. September 2025 statt. Der 25-Jährige äußert, dass die Ausstellung ihm ermöglicht, sich intensiver mit seiner familiären Identität auseinanderzusetzen. Die kreative Auseinandersetzung in einem Umfeld voller Kultureinflüsse scheint für Weichelt von großer Bedeutung zu sein, da er dadurch nicht nur seine eigenen Wurzeln erforscht, sondern auch die Geschichten anderer Familien aufgreift, ähnlich wie es in der transkontinentalen Ausstellung im Humboldt Forum in Berlin der Fall ist.
Im Humboldt Forum werden 2023 Familiengeschichten aus Afrika, Südamerika und Asien präsentiert. Das namibisch-deutsche Musiktheater „People of Song“ feiert seine Europa-Premiere. Diese Veranstaltungen sind Teil des Bestrebens, zentrale Fragen zu Care, Pflege und familiären Beziehungen in den Vordergrund zu rücken. Ein weiteres Highlight ist das Familienfest „Dia de Muertos“, das Ende Oktober zum zweiten Mal stattfinden wird.
Aktivitäten und Beteiligte im Humboldt Forum
Im Rahmen dieser Ausstellungen sind verschiedene Aktivitäten geplant, die sowohl für die Entwicklung als auch für die Unterhaltung der Besucher Sorge tragen. Hierzu gehören:
- Workshop „In the Dreamhouse“
- Tänzerische Interventionen in der Dauerausstellung
- Kuchenbüfett mit heilenden Blumen
- African Street Games für die ganze Familie
Zu den beteiligten Personen zählen bekannte Autorinnen und Künstler, darunter Christiane Rösinger und Sophie Lewis, sowie Regisseur Daniel Abma, bekannt aus dem Film „Im Prinzip Familie“. Die Werkräume im Forum bieten zudem Drop-in-Angebote zum Mitmachen, Basteln und Erkunden an, ergänzt durch ein Bilderbuchkino mit musikalischer Begleitung.
Weichelt setzt mit seiner Beteiligung an „Gemischte Platte“ auf eine ähnliche thematische Vertiefung, die auch in Berlin zu beobachten ist. Beide Ausstellungen widmen sich der Auseinandersetzung mit Identität und Familie und einladen zur Reflexion über das eigene Erbe und gemeinsame Erlebnisse.
Insgesamt wird deutlich, dass sowohl Tom Weichelt als auch die Initiativen im Humboldt Forum die eigene Herkunft und die vielfältigen Geschichten von Familien als essentiell für die künstlerische und soziale Entwicklung betrachten. Dies könnte auch im Hinblick auf zukünftige Thementage, die für 2026 im Humboldt Forum geplant sind, weitere spannende Perspektiven bieten.