Am Sonntag, den 28. September, wird das Nürtinger Tiefenbachtal zur autofreien Zone. Im Rahmen der Aktion „Mobil ohne Auto“ (MoA) wird die Tiefenbachstraße zwischen der Einmündung Riethweg und dem Parkplatz „Sitzbuche/Deponie“ von 10 bis 18 Uhr gesperrt. Diese wichtige Initiative zielt darauf ab, eine Verkehrswende hin zu umwelt- und sozialverträglicher Mobilität zu fördern. Während dieser Zeit können die Bürger Aktivitäten zu Fuß, mit dem Fahrrad oder auf Inline-Skates genießen, und es wird ein Halteverbot für die Parkplätze an der Tiefenbachstraße geben.
Die Veranstaltung ist nicht nur lokal von Bedeutung, sondern Teil einer größeren bundesweiten Bewegung, die seit 1981 besteht. „Mobil ohne Auto“ gilt als die größte verkehrspolitische Aktion in Deutschland und findet jährlich am dritten Sonntag im Juni statt. Ihr Ziel ist es, die Menschen dazu zu ermutigen, das Auto einmal stehen zu lassen und alternative Fortbewegungsmittel auszuprobieren. Dies soll auch eine Demonstration für umweltfreundliche Mobilitätslösungen sein, die durch eine Vielzahl von Veranstaltungen unterstützt wird, wie etwa Straßenaktionen, Feste und Gemeinschaftsaktivitäten.
Hintergrund der Aktion
Historisch gesehen hat die Aktion ihren Ursprung in der DDR, wo sie von Christen initiiert wurde. Die Resonanz war immens, und sie wurde schnell von diversen Gruppen unterstützt, darunter kirchlichen Jugendverbänden und Umweltorganisationen. Seit den 1980er Jahren hat sich der Aktionstag zunehmend mit den Autofreien Sonntagen in Westdeutschland verbunden. Inzwischen führt die Durchführung solcher Initiativen auch in vielen anderen Städten und Bundesländern zu einer erhöhten Teilnahme und Aufmerksamkeit für umweltfreundliche Verkehrslösungen, wie zum Beispiel in Baden-Württemberg, wo etwa 250.000 Menschen an rund 150 Orten teilnehmen.
Das Land Baden-Württemberg ist bekannt für sein Engagement in dieser Hinsicht und hat sich zum Ziel gesetzt, die Zahl der Teilnehmer und Veranstaltungen stetig zu erhöhen. Bei der bevorstehenden Aktion im Nürtinger Tiefenbachtal soll nicht nur auf die Thematik der umweltfreundlichen Mobilität aufmerksam gemacht werden, sondern auch die Vorzüge des Fußgängerverkehrs und die Nutzung von Fahrrädern und Inline-Skates in den Alltag integriert werden.
Aktivitäten und Angebote
Während des Aktionstags wird eine Vielzahl von Aktivitäten angeboten, die für Jung und Alt geeignet sind. Die Veranstalter planen ein abwechslungsreiches Programm, das die lokale Gemeinschaft einbezieht und ein starkes Bewusstsein für nachhaltige Verkehrsmittel schafft. Besonders in Zeiten steigender Umweltbelastungen und urbaner Mobilitätsprobleme ist derartige Sensibilisierung von großer Bedeutung.
Die „Mobil ohne Auto“-Aktion wird dadurch unterstützt, dass in vielen Regionen, ähnlich wie im Nürtinger Tiefenbachtal, öffentliche Verkehrsmittel oft einen „Nulltarif“ anbieten, um die Nutzung des Autos zu reduzieren und die Bewohner dazu zu bewegen, umweltfreundliche Alternativen zu wählen. Der autofreie HochSchultag, der am Dienstag nach dem MoA stattfindet, verstärkt zudem die Botschaft dieser wichtigen Initiative.
Die anstehende Veranstaltung im Nürtinger Tiefenbachtal ist somit mehr als nur ein Tag ohne Autos; sie ist eine Einladung an alle, über ihre Mobilität nachzudenken und Alternativen aktiv zu erleben.
Für weiterführende Informationen zur „Mobil ohne Auto“-Initiative können Sie hier nachlesen: Nürtinger Zeitung und auf Wikipedia.