Die Stadt Nürtingen nimmt in diesem Jahr am bundesweiten Festival „Women in Architecture“ teil, das die Leistungen von Frauen in der Stadtentwicklung würdigt. Dieses bedeutende Event findet vom 19. bis 29. Juni 2025 an der Technischen Universität Berlin statt und wird von der Bundesarchitektenkammer organisiert. In Nürtingen wird am Dienstag, den 24. Juni, eine Podiumsdiskussion stattfinden, die Teil der Baukulturreihe „Dialog Stadtentwicklung“ ist. Ziel ist es, die Sichtbarkeit und die Rolle von Frauen in architekturbezogenen Berufen zu fördern und einen Diskurs über die Planungspraxis anzuregen. ntz.de berichtet.

Die bundesweite Organisation des Festivals 2025 markiert einen wichtigen Schritt, nachdem es bereits 2021 in Berlin initiiert wurde, um Bewusstsein für erforderliche Veränderungen in der Planung zu schaffen. Anapama Kundoo, Professorin an der TU Berlin, hat die Aufgabe übernommen, eine Ausstellung zu kuratieren, die zehn weibliche Architekturschaffende präsentiert. Diese Ausstellung wird Videos zeigen, in denen die Architektinnen über zentrale Architekturthemen diskutieren.

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Schwerpunkt auf Diversität

Das Festival behandelt wichtige Themen der Inklusion und der Sichtbarkeit in einem traditionalen Berufsfeld. Eine aktuelle Umfrage der Bundesarchitektenkammer zeigt, dass etwa 70 % der Führungspositionen in der Architektur von Männern besetzt sind, obwohl der Studiengang Architektur mehr weibliche als männliche Absolventen hervorbringt. Mary Dellenbaugh-Losse, eine prominente Stimme in der Diskussion, betont, dass Vollzeitstellen oft die einzige Option in Architekturbüros darstellen, was die Vereinbarkeit von Familie und Beruf erschwert.

In der Ausstellung „Ist deine Stadt für dich gebaut?“ wird untersucht, wie Berliner Orte Kriterien der Inklusion erfüllen. Diese Themen sind besonders relevant in einer Zeit, in der Städte historisch von einem männlichen, weißen und erwerbsfähigen Ideal geplant wurden. Das Festival „Women in Architecture“ zielt darauf ab, diese Perspektiven zu beleuchten und Frauen in der Architektur zu stärken. rbb24 hebt hervor, dass dies ein dringend benötigtes Forum für den Austausch über die Rolle von Frauen in der Planung ist.

Ein weiterer Aspekt der Veranstaltung ist die Portraitausstellung, die DDR-Architektinnen zeigt, die am Aufbau Ost-Berlins beteiligt waren. Zusätzlich organisiert das Kollektiv LOOM der Berliner Hochschule für Technik Vorträge und die Ausstellung „Entwerfen für Frauen“, um die berufspolitische Rolle von Frauen in der Architektur weiter zu fördern.

Die deutliche Förderung der Sichtbarkeit von Frauen in diesem Bereich wird auch durch die Planung einer neuen Plattform von Anapama Kundoo unterstützt, auf der die Videos der Ausstellung online zugänglich gemacht werden sollen. Dies ist Teil eines umfassenden Ansatzes, um die zahlreichen, oft übersehenen Beiträge von Architektinnen darzustellen. Das Potenzial und die Visionen, die sie in die Gestaltung unserer Städte einbringen, sollen anerkannt und diskutiert werden, um so neue Impulse für die Stadtentwicklung zu setzen.