Der Jahreswechsel 2025/2026 war für die Feuerwehr in Filderstadt ein ausgesprochen einsatzreicher. Von 14:00 Uhr am 31. Dezember bis 07:00 Uhr am 1. Januar rückte die Feuerwehr zu insgesamt acht Einsätzen aus, was im Vergleich zum Vorjahr einem Anstieg von 60 Prozent entspricht. Stadtbrandmeister Jochen Thorns berichtete, dass die schnellen Reaktionen der Einsatzkräfte die Schäden in der Stadt begrenzen konnten.
Zu den Einsätzen gehörten mehrere technische Hilfeleistungen in Sielmingen sowie mehrere Brandereignisse, darunter der Brand eines Altkleidersammelbehälters an der Römerstraße in Plattenhardt und mehrere Mülleimer-Brände in Bernhausen. Besonders herausfordernd war die Auslösung einer Brandmeldeanlage im S-Bahnhof Filderstadt, die mutmaßlich durch Feuerwerk verursacht wurde, und zu einem über dreistündigen Stillstand des S-Bahn-Verkehrs führte.
Risikofaktor Feuerwerk
Das Silvesterspektakel lockt nicht nur mit feierlichen Lichtern, sondern birgt auch Gefahren. In Deutschland kam es zu zahlreichen Einsätzen der Feuerwehr und Rettungsdienste, die in den letzten Jahren um durchschnittlich
40 Prozent an Neujahr zugenommen haben. Insbesondere das illegale Feuerwerk, das häufig für schwere Verletzungen verantwortlich ist, bleibt ein kritisches Thema. Laut Berichten gibt es keinen signifikanten Unterschied in der Anzahl der Verletzten, ob Böllern erlaubt war oder nicht. Dennoch mussten zwischen 0 Uhr und 6 Uhr an Neujahrstagen 2020 bis 2023 signifikant mehr Patienten als an regulären Wochenenden in Notaufnahmen behandelt werden.
Die häufigsten Verletzungen traten an Händen, Augen und Haut auf, häufig bedingt durch unsachgemäßen Umgang mit Feuerwerkskörpern. Alkohol- und Drogenmissbrauch tragen zudem zu einem höheren Aggressionspotential am Neujahrsmorgen bei, was zu einem erhöhten Sicherheitsaufgebot in Notaufnahmen führt.
Erhebungen über Verletzungen und Einsätze in Deutschland
Die Silvesternacht wurde in vielen deutschen Städten unterschiedlich erlebt. Während eine positive Bilanz in Städten wie Hamburg vermerkt wurde, gab es in anderen wie Berlin zahlreiche Einsätze: Dort registrierte die Feuerwehr zwischen 19 Uhr und 6 Uhr 1.892 Einsätze, darunter 825 Brände. Berichten zufolge war der Jahreswechsel begleitet von mindestens fünf tödlichen Unfällen, die durch Feuerwerk verursacht wurden. In vielen Fällen handelte es sich um Angriffe auf Einsatzkräfte, und auch in Städten wie Leipzig kam es zu Gewalt gegen Feuerwehrleute.
Die Debatte über die Sicherheit von Feuerwerkskörpern und potenzielle Verbote wird durch die tragischen Vorfälle angeheizt. Die Polizeien in vielen Großstädten fordern eine konsequentere Handhabung, doch der Verband für Pyrotechnik weist die Verantwortung für Unfälle auf illegale Produkte zurück. Ein weiterer Faktor waren die schwierigen Wetterbedingungen mit Sturmböen, die in vielen Regionen zu Absagen von Feierlichkeiten führten.
Zusammengefasst zeigt sich, dass der Silvesterabend nicht nur ein Fest des Feuers und der Freude ist, sondern auch mit ernsten Risiken verbunden bleibt. Die steigende Zahl der Einsätze und Verletzungen wirft Fragen auf, die in den kommenden Jahren nicht ignoriert werden können.