Im baden-württembergischen Köngen, im Kreis Esslingen, nimmt die Verbesserung der Mobilfunkversorgung konkrete Formen an. Die Telekom plant den Bau eines neuen Mobilfunkmasts, der mit einer Höhe von rund 34 Metern eine zentrale Rolle in der Optimierung der Netzqualität spielen soll. Dieser Mast wird auf einem Acker nördlich des neuen Baugebiets „Östlich Blumenstraße“ aufgestellt. Bereits vor drei Monaten genehmigte der Köngener Gemeinderat den Bau eines temporären Masts von Telefónica (O2), der in der Nähe der Sporthalle Fuchsgrube errichtet werden soll und etwa 21 Meter hoch ist. Dieser temporäre Mast wird zunächst für 24 Monate betrieben und könnte bis Ende 2027 in Nutzung bleiben, einschließlich zwei Verlängerungsoptionen von jeweils sechs Monaten, wie esslinger-zeitung.de berichtet.
Der genaue Standort des O2-Masts muss noch festgelegt werden. Die Gemeinde Köngen erhält von O2 eine Pacht von 2000 Euro jährlich für die Nutzung des Standorts. Zudem wird Telefónica sich verpflichten, den Mast und die technischen Anlagen nach Ablauf der vereinbarten Nutzungszeit vollständig zurückzubauen. Dies zeigt, wie wichtig die Mobilfunkversorgung auch in ländlichen Gebieten ist, um die erforderlichen Kapazitäten und künftige Übertragungsstandards zu erreichen.
Umweltschutz und Landschaftsbild
Die Pläne für den Telekom-Mast sind nicht nur eine technische Herausforderung, sondern auch ein Schritt in Richtung Umweltbewusstsein. Ein landschaftspflegerischer Begleitplan wurde in Auftrag gegeben, da sich der Standort in einem stark frequentierten Gebiet befindet. Der neue Mast wird jedoch nicht in einem Schutzgebiet errichtet und hat aus naturschutzfachlicher Sicht eine geringere Bedeutung. In der Nähe liegt eine „Gruhbank“, die rechtlich nicht als Denkmal gilt, was bedeutet, dass kein Umgebungsschutz besteht.
Die Sicht nach Norden wird durch die Schornsteine des Heizkraftwerks Altbach vorbelastet, wodurch es keine größeren Bedenken bezüglich des Landschaftsbildes gibt. Der Blick nach Süden zur Schwäbischen Alb bleibt hingegen ungestört. Zur Kompensation eines Verlusts von 530 Ökopunkten wird am Rand des Baugebiets ein Baum gepflanzt. Zudem muss die Telekom eine Ausgleichsabgabe von rund 3300 Euro zahlen, was 3 Prozent der Baukosten von etwa 120.000 Euro entspricht. Diese Maßnahmen sind Teil eines bewussten Umgangs mit der Natur in Verbindung mit dem technischen Fortschritt.
Strategie für digitale Infrastruktur
Der Ausbau der Mobilfunkversorgung in ländlichen Gebieten, wie in Köngen, ist Teil einer umfassenderen Strategie der Bundesregierung. Bis 2030 soll eine flächendeckende Versorgung mit Glasfaseranschlüssen bis ins Haus sowie mit dem neuesten Mobilfunkstandard erreicht werden. Diese Initiative wird durch das Bundesministerium für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat (BMLEH) unterstützt, was die Notwendigkeit für leistungsfähige digitale Infrastrukturen in ländlichen Gemeinden und in der Landwirtschaft unterstreicht, wie bmleh.de betont.
Wichtig ist die ständige Auswertung der Mobilfunk- und Breitbandversorgung. Durch ein Dashboard werden Daten über die Abdeckung mit 5G, 4G/LTE und 2G/GSM bereitgestellt, um ländliche Regionen besser zu versorgen. Dies zeigt, dass der Ausbau von Mobilfunk und Breitband eine zentrale Herausforderung der gegenwärtigen Zeit ist, die nicht nur die Lebensqualität in diesen Regionen erhöhen soll, sondern auch die digitalen Möglichkeiten der lokalen Betriebe erheblich verbessert.