In den letzten Tagen gab es in der Region um Esslingen und Umgebung mehrere Vorfälle, die die Polizei auf Trab halten. Ein Einbruch in Hülben sorgte für Aufregung, als ein Täter am Samstagnachmittag zwischen 15:00 und 15:20 Uhr durch ein Doppelfenster in ein Haus in der Hermann-Hesse-Straße eindrang. Der Einbrecher durchsuchte Schränke und entwendete Bargeld. Das Polizeirevier Metzingen und Kriminaltechniker haben die Ermittlungen aufgenommen.

Ähnlich betroffen waren Kirchheim unter Teck und Altdorf, wo am Samstag ebenfalls Einbrüche stattfanden. In Kirchheim wurde zwischen Freitag 18:00 und Samstag 10:00 in der Jusistraße eingebrochen. Im Altdorf erbeutete der Täter zwischen 13:30 und 20:15 Uhr Bargeld und Schmuck im Langäckerweg. Spurensicherungsexperten wurden zu beiden Tatorten hinzugezogen, um Hinweise zu sichern und die Verantwortlichen zu finden.

Brände und Verkehrsunfälle

Ein ernster Vorfall ereignete sich in der Kleingärtneranlage Beckenhau in Esslingen, wo in der Nacht zum Sonntag ein Brand in einer Gartenhütte gemeldet wurde. Die Feuerwehr war mit vier Fahrzeugen und 24 Einsatzkräften vor Ort und konnte den Brand löschen, bevor er größeren Schaden anrichten konnte. Der Sachschaden beläuft sich auf etwa 15.000 Euro, glücklicherweise gab es keine Verletzten.

Am Samstagmittag kam es zudem zu einem Verkehrsunfall in Neckartailfingen, als ein Lastwagenfahrer die Vorfahrt eines Mercedes missachtete. Der Mercedesfahrer musste bremsen, was dazu führte, dass zwei weitere Fahrzeuge auffuhren. Zwei Personen wurden leicht verletzt, der Sachschaden wird auf circa 30.000 Euro geschätzt. Der verantwortliche Lastwagenfahrer flüchtete von der Unfallstelle, woraufhin die Polizei Zeugen aufruft, sich zu melden.

Kriminalitätsentwicklung in Baden-Württemberg

Die Polizeiliche Kriminalstatistik für 2023 zeigt einen deutlichen Anstieg bei Einbrüchen in der Region. So stieg die Gesamtzahl der Einbrüche in Baden-Württemberg von 4.508 Fällen im Jahr 2022 auf 5.204 Fälle im Jahr 2023. Auch die Anzahl der gelösten Fälle nahm zu, von 787 auf 826. Die Zahl der Verdächtigen stieg ebenfalls, von 676 auf 733, wobei der Anteil nichtdeutscher Verdächtiger erneut anstieg.

Die Kriminalitätsbelastung in Baden-Württemberg lag im Jahr 2024 bei 4.882 Straftaten je 100.000 Einwohner, was insgesamt 587.330 Fälle bedeutet. Im Vergleich zum Vorjahr ist dies ein Rückgang um 1%. Die Aufklärungsquote hat mit 60,3% einen neuen Höchststand erreicht und übertrifft zum sechsten Mal in 20 Jahren die 60%-Marke. Dennoch gab es einen Anstieg politisch motivierter Kriminalität im Land, die um 34,4% auf 6.526 Fälle zunahm.