In der Grundschule Mettingen in Esslingen läuft ein äußerst erfolgreicher Leseclub, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Lesefreude bei Kindern und Jugendlichen zu fördern. Die Stadt Esslingen sucht engagierte Bürger, die bereit sind, ihre Zeit und Energie einzubringen, um bei der Entwicklung einer positiven Beziehung zu Büchern sowie digitalen Medien zu unterstützen. So soll nicht nur die Lesekompetenz, sondern auch der Umgang mit digitalen Angeboten gestärkt werden. Das ist besonders wichtig, da die Medienlandschaft sich schnell wandelt und junge Menschen oft vor neuen Herausforderungen steht.

Ein interessantes neues Projekt ist das Media.lab, das im Frühjahr 2026 an der Zollberg-Realschule für Schüler ab 12 Jahren in Kooperation mit dem Kreismedienzentrum Esslingen startet. Hier wird den Jugendlichen die Möglichkeit geboten, ihre Lese- und Medienkompetenz auf kreative Weise zu erweitern. Am heutigen Tag, dem 3. März 2026, wird zudem ein Leseclub an der Waisenhofschule eröffnet, der speziell für Kinder von 6 bis 10 Jahren im Rahmen der Spätbetreuung konzipiert ist. In Zusammenarbeit mit der Stadtbücherei Esslingen sind kreative Angebote rund ums Lesen geplant.

Engagement und Unterstützung für Ehrenamtliche

Um diesen Projekten Leben einzuhauchen, werden Ehrenamtliche gesucht, die einmal pro Woche nachmittags etwa 1,5 Stunden Zeit haben und Freude an der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen mitbringen. Voraussetzung ist ein beanstandungsfreies, erweitertes Führungszeugnis sowie ein Masernschutznachweis. Das Engagement wird nicht nur durch fachliche Begleitung und kostenfreie Weiterbildungen unterstützt, sondern möglicherweise gibt es auch eine Aufwandsentschädigung. Die Stiftung Lesen fördert das Media.lab und den Leseclub im Rahmen des Förderprogramms „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ (2023-2027) des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend, was die Relevanz und die Unterstützung dieser Initiativen unterstreicht.

Die positive Wirkung solcher Freizeiteinrichtungen zeigt sich auch in der bundesweiten Zwischenbegutachtung des Förderprogramms „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“ durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung. Leseclubs und media.labs gelten als echte Erfolgsgeschichten, da sie bildungsbenachteiligten Zielgruppen Anreize zum Lesen bieten und die Verbesserung der Lese- und Medienkompetenz unterstützen. Aktuell profitieren rund 11.000 Kinder und Jugendliche im Alter von 6 bis 18 Jahren von den wöchentlichen Angeboten dieser Einrichtungen.

Die Bedeutung der Leseförderung

Die Förderung der Lesekompetenz ist nicht nur ein lokales Anliegen, sondern von zentraler Bedeutung für die Bildungsgerechtigkeit und Integration in Deutschland. Kinder, die mit Geschichten aufwachsen, lernen leichter lesen und entwickeln eine Freude an Büchern – Fähigkeiten, die für die persönliche und berufliche Entwicklung entscheidend sind. Das Bundesbildungsministerium engagiert sich aktiv für Projekte, die den Zugang zu Bildung für alle Kinder in einer vielfältigen Gesellschaft erleichtern.

Langfristige positive Auswirkungen der frühen Leseförderung sind unbestritten: Sie unterstützt nicht nur die Sprach- und Lesefähigkeit, sondern erhöht auch die Bildungs- und Teilhabechancen. Programme wie „Lesestart 1-2-3“ ermutigen Eltern, regelmäßig vorzulesen, und die Einbindung digitaler Medien in die Leseförderung wird zunehmend wichtiger. Projekte wie das „Netzwerk Bibliothek Medienbildung“ fördern digitale Lesekompetenzen und helfen, Kinder und Jugendliche an das Lesen heranzuführen – eine entscheidende Fähigkeit für ihre Zukunft.

Für Interessierte, die an den Leseclubs oder dem Media.lab teilnehmen möchten, steht Rebecca Kenner vom Amt für Bildung, Erziehung und Betreuung als Ansprechpartnerin zur Verfügung. Gemeinsam können wir dazu beitragen, die Leseförderung in Esslingen nachhaltig zu stärken und Kindern die Welt der Bücher und Medien näherzubringen.