In Leinfelden-Echterdingen ist die Familie Kemmner ein leuchtendes Beispiel für politisches Engagement und Bürgerbeteiligung. Jürgen Kemmner, der seit 20 Jahren als Stadtrat tätig ist, hat sich entschlossen, aktiv an der politischen Landschaft seiner Heimat mitzuwirken. Mit 61 Jahren sieht er seine politische Laufbahn als „Leistungskurs Demokratie“, in dem er nicht nur Entscheidungen trifft, sondern auch die Hintergründe und Auswirkungen dieser Entscheidungen besser verstehen wollte. Sein Weg in die Politik begann 2005, als er in den Gemeinderat nachrückte.

Die politische Leidenschaft scheint in der Familie verankert zu sein. Seine Söhne Moritz (23) und Marius (18) zeigen ebenfalls eine bemerkenswerte Fähigkeit und Interesse, sich in der Lokalpolitik zu engagieren. Moritz hat bereits vier Jahre im Jugendgemeinderat geleistet und plant, den nächsten Schritt in die Kommunalpolitik zu wagen. Bei der Wahl im Juni 2024 wurde er auf Platz fünf der Liste der Engagierten Bürger gewählt. Marius hingegen war ebenfalls zwei Jahre im Jugendgemeinderat aktiv und half bei der Organisation von Filmabenden, während er gleichzeitig eine Ausbildung zum Anlagenmechaniker begann und im Fußball aktiv ist.

Engagement im Jugendgemeinderat

Der Jugendgemeinderat LE, in dem beide Söhne aktiv waren, hat sich zum Ziel gesetzt, die Stimmen und Interessen aller Jugendlichen in Leinfelden-Echterdingen zu vertreten. Über diesen wichtigen Gremien können Jugendliche ihre Anliegen einbringen und aktiv zur Gestaltung ihrer Gemeinde beitragen. Im Rahmen des Engagements sind auch Veranstaltungen, wie der Hand-in-Hand-Spendenlauf 2025, geplant, der am 26. Juli 2025 stattfinden soll. Dieser Lauf lädt Jugendliche im Alter von 10 bis 21 Jahren ein, sich dem Team „JuGendRennt“ anzuschließen und sich für soziale Projekte einzusetzen. Die Anmeldung erfolgt über einen Link in der Bio des Jugendgemeinderats, der in der Marktplatz 1, Leinfelden-Echterdingen, zu finden ist.

Dieses Engagement der Jugendlichen spiegelt eine zunehmende Bedeutung von Partizipation und Mitgestaltung wider. Laut einer Forschungsstudie über lokale Demokratie und das Engagement junger Menschen in Stadtentwicklungsprojekten hat das Interesse an solchen Themen, wie „Landmachen“, zugenommen. Die Forschung untersucht unter anderem, wie Jugendliche Zugang zu politischer Teilhabe finden können und welche Beweggründe sie für ihr Engagement haben. Ziel ist es, transformative Potenziale des jugendlichen Engagements besser zu verstehen und zu fördern.

Wie Jürgen Kemmner betont, entsteht Interesse an Politik oft aus persönlicher Betroffenheit. Dies gilt nicht nur für ihn, sondern auch für seine Söhne, die durch ihre Erfahrungen im Jugendgemeinderat und durch aktive Teilnahme an der politischen Landschaft ihrer Stadt geprägt sind. Engagement und politische Teilhabe sind zentrale Aspekte für eine lebendige und demokratische Gesellschaft.

In Leinfelden-Echterdingen zeigt sich, dass die Familie Kemmner nicht nur Vorbilder im politischen Engagement sind, sie tragen auch aktiv zur Stärkung der zivilgesellschaftlichen Werte und des respektvollen Umgangs untereinander bei. Junge Menschen, die sich engagieren, leisten nicht nur einen Beitrag zu ihrer Gemeinde, sondern gestalten auch ihren eigenen urbanen Raum mit, was nicht nur positiv für die Gemeinschaft ist, sondern auch langfristige Vorteile für die persönliche Entwicklung und soziale Verantwortung mit sich bringt.

Für weitere Informationen über den Jugendgemeinderat und dessen Aktivitäten besuchen Sie bitte die offizielle Seite des Jugendgemeinderats hier. Für Einblicke in das Engagement junger Menschen in der kommunalen Demokratie und spannende Forschungsprojekte können Sie die Seite der VHW besuchen. Weitere Details zur Familie Kemmner finden Sie in einem Artikel von den Stuttgarter Nachrichten.