Am 8. März 2026 stehen die Landtagswahlen in Baden-Württemberg an, und auch im Wahlkreis Nürtingen wird es spannend. Hier treten insgesamt acht Direktkandidaten an, während sich 571 Personen aus 18 Parteien um einen Sitz im Landtag bewerben. Unter den Parteien, die bereits im Landtag vertreten sind, finden sich die Grünen, CDU, SPD, FDP und AfD. Darüber hinaus ist die Linke in allen 70 Wahlkreisen präsent. Für die Wahl 2026 wurde ein Auswahlprozess für die Kandidaten ins Leben gerufen, der mehrere Schritte umfasst, um die besten Vertreter zu finden.
Ein besonders interessanter Kandidat ist Tim Reeth, der für die SPD im Wahlkreis Nürtingen ins Rennen geht. Die Suche nach einem geeigneten Kandidaten begann bereits vor etwa zwei Jahren. Eine Findungskommission, bestehend aus den Vorsitzenden der Ortsvereine und erfahrenen SPD-Mitgliedern, wurde gebildet, um geeignete Bewerber zu sichten. Nach mehreren Vorstellungsrunden entschied sich die Kommission einstimmig für Tim Reeth, dessen offizielle Nominierung im März 2025 stattfand. Diese Entscheidung musste auch vom SPD-Kreisverband Esslingen genehmigt werden, was ebenso geschah. Die endgültige Nominierung fand schließlich in einer Versammlung in Aichtal statt, wo Reeth ebenfalls einstimmig gewählt wurde. Weitere Informationen zu diesem Auswahlprozess können auf der Webseite der Nürtinger Zeitung nachgelesen werden.
Kandidatenvielfalt und Geschlechterverteilung
Insgesamt bewerben sich 566 Menschen von 18 Parteien um ein Mandat, dabei gibt es zusätzlich fünf Einzelbewerber:innen. Dies bedeutet, dass die Zahl der Kandidierenden auf 571 steigt. Im Vergleich zur Wahl 2021, bei der 21 Parteien mit insgesamt 872 Wahlvorschlägen antraten, zeigt sich ein klarer Rückgang der Parteienvielfalt. Ein bemerkenswerter Aspekt ist die Geschlechterverteilung unter den Kandidierenden: Von den 571 Personen sind 389 Männer, 175 Frauen und zwei Personen mit diverser Geschlechtsidentität. Der Frauenanteil liegt bei 30,92 Prozent, was einen Anstieg im Vergleich zu 2021 (27 Prozent) darstellt. Weitere Details hierzu sind auf der Seite der Landeswahlleiterin zu finden.
Die Wahlen 2026 gelten als bedeutender Stimmungstest für die Bundesregierung und finden in fünf Bundesländern statt. In Baden-Württemberg sind die Umfragen bereits in vollem Gange. Laut einer Umfrage von Ende Februar 2026 liegen die Grünen unter Cem Özdemir bei 25-27%, während die CDU unter Manuel Hagel bei 27-28% rangiert. Ein Kopf-an-Kopf-Rennen wird erwartet, was die Spannung weiter erhöht.
Wichtige Rahmenbedingungen der Wahl
Mit dem reformierten Wahlrecht in Baden-Württemberg haben Wählerinnen und Wähler die Möglichkeit, sowohl eine Erst- als auch eine Zweitstimme abzugeben, ähnlich wie bei der Bundestagswahl. Ein besonderes Highlight ist, dass Jugendliche ab 16 Jahren wählen dürfen, was die Wählerschaft verjüngt und eine breitere Perspektive in die politischen Entscheidungen einbringt.
Die Spitzenkandidaten in Baden-Württemberg sind unter anderem Manuel Hagel für die CDU, Cem Özdemir für die Grünen und Andreas Stoch für die SPD. Auch andere Parteien wie die FDP und die AfD sind mit ihren Vertretern gut aufgestellt. Diese Wahlen sind nicht nur für die Landespolitik von Bedeutung, sondern können auch die Mehrheitsverhältnisse im Bundesrat beeinflussen. Für weitere Informationen zu den Wahlterminen und Prognosen können die Rathausnachrichten konsultiert werden.



