Nach 38 Jahren im Dienste der Gastronomie ziehen Gabi und Dieter Kudermann einen Schlussstrich: Am 26. Dezember 2025 verabschiedeten sich die beiden als Pächter der Neuffener Stadthalle. Ihr Wirken in der Region war über die Jahre hinweg prägend, insbesondere im historischen Rathaus der Jusigemeinde, wo sie fast 18 Jahre lang als Wirtsehepaar tätig waren. Ihre Nachfolger müssen in große Fußstapfen treten, denn der Abschied fiel in eine besinnliche Zeit, die auch von viele Emotionen begleitet war. In ihrem Rückblick erwähnte Dieter Kudermann die umfangreiche Sammlung von Unterlagen, die er im Laufe der Jahre zusammengetragen hat. Dazu gehören unter anderem Urkunden von der Intergastra, alte Speisekarten und Veranstaltungsprogramme des Clubs der Köche, die sein Engagement in der Gastronomie belegen. ntz.de berichtet, dass der Abschied nicht nur für das Ehepaar persönlich, sondern auch für die Gemeinschaft von großer Bedeutung ist.

In der Gastronomie stehen nicht nur persönliche Verabschiedungen auf der Tagesordnung, sondern auch wichtige politische Entwicklungen. Am gleichen Tag nahmen Vertreter aus Stadt und Landkreis Rosenheim an einer Jahreshauptversammlung im Gasthof Höhensteiger teil. Ehrengast Landrat Otto Lederer würdigte dort die großen Anstrengungen der Betriebe in herausfordernden Zeiten. Theresa Albrecht sprach über die Entfristung der ermäßigten Mehrwertsteuer auf Speisen, die im Gastronomiebereich ein wichtiges Thema ist. Ein einheitlicher Steuersatz unabhängig vom Verzehrort wird gefordert, um eine faire Wettbewerbsgrundlage zu schaffen. samerbergernachrichten.de zeigt auf, dass die Gastronomie von zusätzlichen Belastungen verschont bleiben sollte.

Die Mehrwertsteuersenkung

Die Bundesregierung hat angekündigt, die Mehrwertsteuer auf Speisen in der Gastronomie von 19% auf 7% zu senken, was den Bund jährlich bis zu vier Milliarden Euro kosten wird. Ingrid Hartges, Hauptgeschäftsführerin des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga), machte deutlich, dass die Preissenkungen jedoch nicht automatisch an die Kunden weitergegeben werden können. Sie betont, dass die Möglichkeit zur Preissenkung stark von der Entwicklung der Kosten, insbesondere für Wareneinsatz und Personal, abhängt. Leider haben viele Betriebe die Steuererhöhung, die am 1. Januar 2024 in Kraft trat, nicht vollständig an die Kunden weitergegeben. zdfheute.de hebt hervor, dass Bundesfinanzminister Lars Klingbeil plant, die Reduzierungen zu überwachen, damit die Einsparungen tatsächlich den Kunden zugutekommen.

Ein weiterer Druck auf die Gastronomie entsteht durch die Mindestlohnerhöhung, die am 1. Januar 2026 um über 8% steigt. Hartges fordert eine Stärkung der gastronomischen Vielfalt und merkt an, dass Restaurants im Wettbewerb zu anderen Essensangeboten stehen, die bereits mit 7% besteuert werden. Die aktuelle Senkung der Mehrwertsteuer soll Gastronomen entlasten und zur Ankurbelung der Wirtschaft beitragen, während gleichzeitig die Existenz der Betriebe gesichert werden muss.