Die Telekom hat mit dem Ausbau ihres Glasfasernetzes in Kirchheim unter Teck einen bedeutenden Schritt für die digitale Infrastruktur der Region unternommen. Unterversorgte Adressen, darunter wichtige Einrichtungen wie der Flugplatz Hahnweide, werden nun an das schnelles Netz angeschlossen. Der Anlass wurde mit einem Spatenstich am 07.10.2025 gefeiert.

Norman Baum, der 1. Vorsitzende der Fliegergruppe Wolf Hirth, äußert sich positiv über die neuen Verbindungen. Er betont, dass der Glasfaseranschluss die Kommunikation rund um Großveranstaltungen und im Vereinsalltag erheblich verbessern wird. Klaus Hallmayer, Geschäftsführer des Baden-Württembergischen Luftfahrtverbandes (BWLV), bekräftigt die Vorteile des Projektes.

Digitaler Fortschritt für Schulen und Haushalte

Neben dem Flugplatz werden auch sieben Schulen, darunter das Uhlandgymnasium und die Freie Waldorfschule, mit Glasfaser versorgt. Das Projekt umfasst die Installation von rund 170 Kilometern Kabel und die Errichtung von 60 neuen Verteilern.
Rund 1.185 Haushalte und Gewerbe an 438 Adressen werden künftig Bandbreiten von bis zu 1 Gbit/s nutzen können, während zuvor lediglich Geschwindigkeiten von weniger als 30 Mbit/s zur Verfügung standen. Oberbürgermeister Dr. Pascal Bader berichtet, dass die Fördersumme für dieses umfangreiche Vorhaben bei insgesamt 10.541.082 Euro liegt.

Der Anschluss an das neue Netz ermöglicht eine Vielzahl von Anwendungen, wie Arbeiten, Lernen, Video-Konferenzen, Gaming und Streaming gleichzeitig. Die Glasfasertechnologie gilt als robust, energieeffizient und umweltfreundlicher als das herkömmliche Kupfernetz, was für die digitale Zukunft von zentraler Bedeutung ist. Katharina Manthey, Referentin im Ministerium, hebt diese Relevanz hervor. Weitergangs wird das Netz auch anderen Inhalteanbietern offenstehen, die mit der Telekom eine Nutzungsvereinbarung treffen.

Förderung und politische Einbindung

Die Bundesregierung hat erkannt, wie entscheidend schnelleres Internet und der neueste Mobilfunkstandard für die Modernisierung des Wirtschaftsstandortes Deutschland sind. Der glasfaserbasierte Ausbau wird dabei als von „überragendem öffentlichen Interesse“ kategorisiert, was eine beschleunigte Umsetzung zur Folge hat. Laut einem jüngsten Bericht sind bereits 76,5 Prozent der Haushalte in Deutschland mit Gigabit-Anschlüssen verfügbar, wobei Glasfaseranschlüsse für mehr als 35 Prozent zugänglich sind. Dazu trägt die Gesetzesänderung bei, die am 30. Juli 2025 in Kraft trat und den Bau von Glasfaserleitungen sowie von Mobilfunkmasten bei Genehmigungsverfahren stärker gewichtet.

Experten warnen jedoch, dass der Ausbau der digitalen Infrastruktur, insbesondere in Krisensituationen wie der Corona-Pandemie oder Naturkatastrophen, unverzichtbar ist. Leistungsstarke Netzwerke bieten verlässlichen Zugang zu Informationen und Kommunikation, ein Grund, weshalb Hans-Jürgen Bahde, Breitbandbeauftragter, die Notwendigkeit von Förderungen in unterversorgten Gebieten betont.

Insgesamt stellt das Glasfaserprojekt in Kirchheim unter Teck somit nicht nur einen lokalen Fortschritt dar, sondern auch einen Beitrag zur digitalen Entwicklung der gesamten Region. Lukas Theivagt, Projektleiter, hebt die gemeinschaftliche Anstrengung hervor, die für das gelungene Vorhaben von entscheidender Bedeutung war.

Für weitere Informationen zu diesem Thema können die Artikel auf Kirchheim-Teck, Teckbote und Bundesregierung aufgerufen werden.