In der baden-württembergischen Gemeinde Holzmaden wird die Ortsmitte durch ein neu gestartetes Bauprojekt aufgewertet. Der Gemeinderat hat beschlossen, das Gebäude in der Hauptstraße 5 in das Sanierungsgebiet aufzunehmen, nachdem zuvor bereits die Erweiterung des Sanierungsbereichs für ein Flurstück bekannt gegeben wurde. Damit öffnet sich die Möglichkeit für den Bauherrn, wertvolle Fördermittel zu beantragen, die durch die Eingliederung in den Sanierungsbereich zur Verfügung stehen. Die Entscheidung fiel mit einer Enthaltung, die die Wichtigkeit der Maßnahme unterstreicht.

Das Projekt umfasst die Schaffung von zwölf neuen WohnEinheiten. Diese werden in einem ehemaligen Lebensmittel- und Bäckereigeschäft umgesetzt, das zuvor auch Büroräume beherbergte. Die geplanten Wohneinheiten variieren in ihrer Größe zwischen 27 und 72 Quadratmetern, insgesamt wird eine Wohnfläche von 586 Quadratmetern realisiert. Dies stellt eine signifikante Steigerung um 292 Quadratmeter dar. Ein zentrales Ziel dieser Sanierungsmaßnahme ist die energetische Sanierung des Bestandsgebäudes, dessen Umsetzung als Effizienzgebäude nach dem KfW40-Standard geplant ist.

Förderprogramme und klimafreundliche Sanierung

Das Vorhaben in Holzmaden passt in einen größeren Kontext der städtischen Entwicklung in Deutschland. Laut Informationen des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB) wird das Förderprogramm „Energetische Stadtsanierung“ wieder aufgenommen. Ziel des Programms ist es, Kommunen beim klimagerechten Umbau von Stadtquartieren zu unterstützen und die Klimaneutralität bis zum Jahr 2045 zu erreichen. Ab sofort können Kommunen und kommunale Unternehmen Förderanträge bei der KfW stellen, die mit Zuschüssen von bis zu 75 Prozent rechnen können, in Notlagen sogar von bis zu 90 Prozent.

Für die Jahre 2025 und 2026 stehen insgesamt 75 Millionen Euro für die Förderung bereit. Diese Mittel sind gedacht für die Unterstützung von Konzepten zur energetischen Sanierung sowie zur Dekarbonisierung der Energieversorgung im Quartier. Darüber hinaus wird auch das Sanierungsmanagement gefördert, um die Umsetzung der Konzepte effektiv zu begleiten.

Ausblick auf die Zukunft

Die KfW, die dieses Förderprogramm initiiert hat, hebt hervor, dass bereits 1.800 Quartiere in Deutschland gefördert wurden. Besonderes Augenmerk wird auf die Modernisierung der Energieversorgung und den Einsatz erneuerbarer Energien gelegt. Der Fördersatz für finanzschwache Kommunen wurde auf 90 Prozent erhöht, während der Höchstbetrag für Förderungen auf 400.000 Euro aufgestockt wurde, was insbesondere kleineren Gemeinden zugutekommt.

Die Sanierung und der Umbau von Holzmaden scheinen fest im Rahmen dieser umfassenderen Bemühungen verankert zu sein, die nicht nur der Schaffung von neuem Wohnraum dienen, sondern auch einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Diese Maßnahmen könnten als Vorbild für die Entwicklung weiterer Stadtquartiere in der Region dienen und die Lebensqualität nachhaltig erhöhen.