In Hochdorf, einem kleinen Ort in Baden-Württemberg, gibt es Grund zur Freude. Nach über zehn Jahren des Wartens wird endlich der Allwetterplatz bei der Rosenbach-Grundschule realisiert. Die Stimmung der Beteiligten war am Morgen des Spatenstichs fröhlich, trotz des Frühnebels, der den Tag umhüllte. Der multifunktionale Platz, der eine Größe von 34 auf 17 Metern haben wird, soll nicht nur den Schülern der Grundschule, sondern auch den Kindern und Jugendlichen aus der Gemeinde zur Verfügung stehen. Dieser Wunsch der Gemeinde wurde seit langer Zeit gehegt und ist nun endlich greifbar.

Die ursprüngliche Planung für das Projekt geht auf das Jahr 2017 zurück, als im Rahmen der Schulerweiterung über den Platz nachgedacht wurde. Doch aus Kostengründen wurde das Vorhaben zurückgestellt. Im Jahr 2023 hat die Schule nun den Antrag auf Wiederaufnahme des Projekts gestellt. Die erforderlichen Fördermittel in Höhe von rund 132.000 Euro wurden bereits bewilligt, finanziert aus der Sportstättenförderung und dem Ausgleichsstock. Die Gesamtkosten des Projekts belaufen sich auf rund 350.000 Euro, die im Haushaltsplan berücksichtigt sind.

Geplante Nutzung und Baufortschritt

Der Allwetterplatz wird mit verschiedenen Nutzungsmöglichkeiten ausgestattet sein. Geplant sind Spielfelder mit Toren, Basketballkörbe, Vorrichtungen für Volleyball sowie ein Ballfangzaun. Auch technische Vorkehrungen für die Beleuchtung werden installiert, um eine ganzjährige Nutzung zu ermöglichen. Ziel ist es, eine robuste und bespielbare Fläche für den Schulalltag und die Freizeitgestaltung zu schaffen. Die Garten- und Landschaftsbaufirma Hermann Kutter aus Memmingen hat bereits mit den Bauarbeiten begonnen und den Bereich ausgebaggert. Die nächsten Schritte beinhalten die Entwässerung, wobei die Fertigstellung des Projekts für Juni 2023 angestrebt wird, wobei die zeitlichen Abläufe von den Lieferketten abhängen.

Der Bürgermeister Stefan Jäckle hat zudem einen Antrag auf einen weiteren Zuschuss aus dem Investitionsprogramm zur Ganztagsbetreuung gestellt; die Entscheidung darüber steht jedoch noch aus. Bei dem Spatenstich waren neben dem Bürgermeister auch der Schulleiter, Vertreter der Bau- und Planungsfirmen sowie Mitglieder des Gemeinderats und der Verwaltung anwesend, was die Bedeutung des Projekts für die Gemeinde unterstreicht.

Fördermittel und bundesweite Initiativen

Die Realisierung des Allwetterplatzes profitiert von einem neuen Bundesprogramm, das erstmals Fördermittel für die Sanierung kommunaler Sportstätten bereitstellt. Im Wirtschaftsplan des Sondervermögens Infrastruktur und Klimaneutralität sind für den laufenden Projektaufruf insgesamt 333 Millionen Euro eingeplant. Dieses Programm zielt darauf ab, Städte und Gemeinden bei der Sanierung und Modernisierung ihrer Sportstätten zu unterstützen, mit dem Ziel, alte Sportanlagen in moderne, barrierefreie und zukunftsfähige Orte umzuwandeln.

Die erste Förderphase wurde kürzlich gestartet, wobei der Fokus auf der energetischen Sanierung von Sporthallen, Freibädern und Sportplätzen liegt. Auch die Umwandlung oder Sanierung von Sportfreianlagen wird gefördert, wobei Nachhaltigkeit im Vordergrund steht. Städte, Gemeinden und Landkreise können bis zum 15. Januar 2026 Projektskizzen digital beim Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung einreichen. Dies bietet eine hervorragende Möglichkeit, zusätzliche Mittel für die Verbesserung der Sportinfrastruktur zu akquirieren.

Ausblick und Bedeutung für Hochdorf

Die Einführung des Bundesprogramms „Sanierung kommunaler Sportstätten“ ist ein bedeutender Schritt zur Förderung der Sportinfrastruktur in Deutschland. Die Veröffentlichung des Programms am 16. Oktober hat bereits Wellen geschlagen, und die Mittel sollen dazu beitragen, die Sportstätten in den Kommunen zu modernisieren und den Bedürfnissen der Bevölkerung gerecht zu werden. Die Mindestförderhöhe beträgt 250.000 Euro, während Projekte bis zu 8 Millionen Euro erhalten können. Der Bundesanteil der Förderung liegt bei 45 Prozent, was die finanziellen Belastungen für die Kommunen erheblich verringert.

Für Hochdorf bedeutet der Allwetterplatz nicht nur eine Aufwertung der schulischen Angebote, sondern auch eine Verbesserung der Freizeitmöglichkeiten für alle Bürger. Die Gemeinde zeigt mit diesem Projekt, dass sie die Bedürfnisse ihrer jungen Einwohner ernst nimmt und bereit ist, in die Zukunft zu investieren. Die Umsetzung und Fertigstellung des Allwetterplatzes könnten somit als Musterbeispiel für andere Gemeinden dienen, die ähnliche Projekte in Angriff nehmen möchten.