Am 3. November 2025 fand das finale Pitch-Event des sechsten Start-up BW Female Founders Cup in Reutlingen statt. Zehn talentierte Gründerinnen und von Frauen geführte Start-ups präsentierten ihre innovativen Geschäftsideen vor einer Fachjury und einem interessierten Publikum. Der Wettbewerb, der sich zum Ziel gesetzt hat, die Sichtbarkeit von Frauen in der Gründerszene zu stärken, registrierte in diesem Jahr insgesamt 56 Einreichungen. Dies beweist das wachsende Interesse und die Unterstützung für weibliche Gründer in Baden-Württemberg.
Der erste Platz ging an „FlareOn Biotech“ aus Frickenhausen, welches ein Preisgeld von 1.000 Euro erhielt. Die Gründerinnen entwickelten einen patentierten Sensor zur Sichtbarmachung von Tumorgewebe im Operationssaal. Ihr Ziel ist es, präzisere Resektion und kürzere OP-Zeiten bei Kopf-Hals-Krebs zu gewährleisten. Auf dem zweiten Platz landete „QuantiLight“ aus Heidelberg mit einem Preisgeld von 600 Euro, gefolgt von „AZUBeasy“ aus Ostfildern, die 400 Euro für den dritten Platz erhielten.
Publikumspreis und Auswahlprozess
Besonders beliebt bei den Zuschauern war das Start-up „RESEARCHPRENEURS“ aus Heilbronn, das sich durch eine Online-Abstimmung den Titel des Publikumslieblings sicherte. Die Präsentationen der Finalistinnen fanden ohne digitale Medien statt. Es waren lediglich gedruckte Fotos, Schilder, Prototypen und Modelle erlaubt. Die Jurymitglieder, welche die Pitches nach Geschäftsmodell und Präsentation bewerteten, waren Amela Turkmanovic, Christine Rittner, Friederike Lenhart, Kerstin Stier und Susan Ball.
Wettbewerbsstruktur und Unterstützung für Gründerinnen
Der Female Founders Cup wird seit 2019 vom Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg organisiert. Der Wettbewerb ist eine Plattform, die gezielt die innovative Kraft von Gründerinnen und frauengeführten Start-up-Teams fördert. Die Finalistinnen profitier(t)en von professionellem Pitch-Coaching und erhielten die Möglichkeit, ihre Ideen vor einer Fachjury und einem breiten Publikum zu präsentieren. Zudem bietet der Wettbewerb nachhaltige Unterstützung durch ein Alumni-Netzwerk und sorgt für Mediensichtbarkeit.
Die Teilnahmebedingungen sind klar definiert: Die Gründerinnen und ihre Teams müssen ihren Sitz in Baden-Württemberg haben, das Unternehmen darf maximal fünf Jahre alt sein oder sich in der Gründungsphase befinden. Zudem müssen mindestens 50 % des Führungsteams aus Frauen bestehen. Diese Struktur ermöglicht eine breitere Demokratie bei der Auswahl und steigert die Beteiligung der Öffentlichkeit an der Start-up-Szene.
Zusätzlich zum Wettbewerb gibt es in Baden-Württemberg weitere Initiativen zur Unterstützung von Gründerinnen, wie das Start-up BW Women & Female Accelerator Programm. Es bietet Coaching, Pitch-Events und Sichtbarkeit sowie finanzielle Hilfen wie Zuschüsse über die L-Bank. Solche Programme sind entscheidend, um den Weg für Frauen im Bereich Unternehmertum zu ebnen und begleiten sie in ihrer Gründerreise.Baden-Württemberg berichtet, dass die Kombination aus Juryauswahl und Online-Voting den Wettbewerb zu einer gemeinschaftlichen und transparenten Veranstaltung macht.
Der Female Founders Cup 2025 ist daher nicht nur eine Wettbewerb, sondern auch ein bedeutender Schritt auf dem Weg zur Gleichstellung in der Geschäftswelt und zur Förderung innovativer Ideen von Frauen in Baden-Württemberg. Hintergründe zum Wettbewerb und eine Liste weiterer Programme zur Unterstützung von Gründerinnen in ganz Deutschland finden Interessierte unter den entsprechenden Berichten.Der Blog von Hiscox bietet umfassende Informationen über Fördermöglichkeiten speziell für Frauen, die gründen möchten.