In Frickenhausen bei Reutlingen wurde eine Frau am Dienstag, den 5. Februar 2026, Opfer eines perfiden Telefonbetrugs. Wie blicklokal.de berichtet, gab sich der Betrüger am Telefon als Bankmitarbeiter aus und täuschte Manipulationen an den Konten der Frau vor. Um ihr zu helfen, verschickte er eine SMS mit einem Link zur vermeintlichen Homepage ihrer Bank. Leider gab die Frau ihre Zugangsdaten für das Online-Banking ein, sodass der Betrüger anschließend mehrere Überweisungen von ihrem Konto tätigen konnte.

Die Polizei hat bereits Ermittlungen aufgenommen und rät dringend, keine Bankkarte, Zugangsdaten oder PIN an fremde Personen weiterzugeben. „Weder Polizei noch Bankmitarbeiter verlangen dies“, betont die Polizei. Im Zweifelsfall sollte immer Kontakt zu Angehörigen oder der Polizei aufgenommen werden.

Betrügerische Maschen im Online-Banking

Die Masche des Betrügers in Frickenhausen ist nicht einzigartig. Online-Betrug hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Eine detaillierte Analyse der verbreitetsten Betrugsformen zeigt, dass Phishing mit 75 % der bekannteste Betrug ist. An zweiter Stelle folgt der Identitätsdiebstahl (74 %), gefolgt von Kreditkartenbetrug (73 %). Dabei gibt es weniger bekannte Varianten wie Vishing (Voice Phishing) mit 12 %, Quishing (QR-Codes) mit 10 % und Smishing (SMS-Nachrichten) mit 9 % pwc.de.

Besonders alarmierend ist, dass nur etwa 51 % der Befragten in einer Studie sich gut informiert über Betrug beim Online-Banking fühlen. Vor allem Personen über 50 Jahre scheinen sich schlecht informiert zu fühlen, während sich ein Drittel der 18- bis 29-Jährigen nicht die Mühe macht, ihre Passwörter regelmäßig zu ändern. Dies macht deutlich, dass es dringend notwendig ist, alters- und zielgruppenspezifische Aufklärungskampagnen zu entwickeln pwc.de.

Rechtliche Konsequenzen und Schutzmaßnahmen

Im Fall der betroffenen Bankkundin in Frickenhausen ist es auch wichtig, auf die rechtlichen Konsequenzen im Zusammenhang mit Online-Betrug hinzuweisen. Wie verschiedene Urteile zeigen, sind Banken in vielen Fällen verpflichtet, für die finanziellen Verluste ihrer Kunden aufzukommen. So wurden in einem Fall vom Landgericht Darmstadt Nettoverlust von über 6.700 Euro festgestellt, ohne dass der Kunde seine Geheimnummer oder andere Daten weitergab. In einem weiteren Urteil aus Köln musste eine Bank 14.000 Euro erstatten, da der Kunde einem Betrüger vertraute, der sich als Bankmitarbeiter ausgab test.de.

Um sich vor solchen Betrügereien zu schützen, ist es wichtig, die Warnhinweise der Polizei zu beachten und bei verdächtigen Anrufen oder Nachrichten skeptisch zu bleiben. Die Polizei stellt zudem auf ihrer Website weitere Tipps zum sicheren Umgang mit Zahlungskarten zur Verfügung.