In der Stadt Filderstadt wird ein neues Hospiz entstehen, das den Menschen in der letzten Lebensphase eine würdevolle Begleitung bieten soll. Geplant ist das Filder-Hospiz auf einem 1.062 Quadratmeter großen Grundstück in Bonlanden. Die Stadt hat dieses Areal im Rahmen eines Erbbaurechtsvertrags dem Förderverein Hospiz auf den Fildern zur Verfügung gestellt. Das Grundstück ist bis Ende 2030 für den Verein reserviert und befindet sich südlich des Match-Centers am Kreisel der Osttangente, im hinteren Bereich des Fildorado-Ausweichparkplatzes. Die Stadt Filderstadt unterstützt das Vorhaben zudem finanziell, indem sie den jährlichen Erbbauzins übernimmt, wie Stuttgarter Nachrichten berichtet.

Der Förderverein, der 2019 gegründet wurde und über 250 Mitglieder zählt, plant für das Hospiz acht stationäre Betten sowie acht ambulante Tageshospizplätze. Die geschätzten Kosten für den Bau des Hospizes belaufen sich auf 9,5 Millionen Euro, wobei bislang bereits 2,5 Millionen Euro durch Spenden und Zusagen gesammelt wurden. Um das Projekt voranzutreiben, will der Verein 40 Prozent der Kosten über Eigenkapital finanzieren. Die laufenden Kosten sollen später zu 95 Prozent von den Krankenkassen übernommen werden.

Gespräch zur Bedeutung eines Hospizes

Am Dienstag, den 16. Mai, findet eine Podiumsdiskussion im Bürgerzentrum Bernhausen statt, die sich mit der Notwendigkeit eines Hospizes in Filderstadt auseinandersetzt. An der Diskussion nehmen unter anderem Carola Riehm, Vorstandsmitglied des Fördervereins, sowie Markus Grübel, Bundestagsabgeordneter und Co-Vorsitzender des Interfraktionellen Gesprächskreises Hospiz im Deutschen Bundestag, und Friedricke Bauer, Stadträtin, teil. Themen des Austauschs sind die Bedeutung eines Hospizes für Menschen in der letzten Lebensphase sowie der Beitrag von Bundes- und Kommunalpolitik zu diesem Thema, wie die CDU Filderstadt berichtet.

Die Planungen für das Hospiz schreiten voran, und die Verantwortlichen zeigen sich optimistisch, dass das Hospiz bis spätestens 2028 eröffnet werden kann. Diese zeitliche Dringlichkeit ist gegeben, da das Grundstück nur bis 2030 reserviert ist. Ein Architektenbüro wurde bereits beauftragt, drei Vorentwürfe zu erstellen, die den Mitgliedern des Vereins vorgestellt werden sollen.

Mit der Entstehung des Filder-Hospizes wird ein wichtiges Bedürfnis in der Region Filderstadt und Umgebung adressiert. Das Einzugsgebiet umfasst nicht nur Filderstadt, sondern auch die angrenzenden Städte Leinfelden-Echterdingen, Ostfildern, Aichtal und Waldenbuch. Die Hoffnung der Initiatoren ist es, nicht nur eine quantitative, sondern auch eine qualitative Verbesserung in der Versorgung von Sterbenden und ihren Angehörigen zu erreichen.