Die faszinierende Welt der Kelten wird derzeit in der Wanderausstellung „KeltenWelten – Repliken keltischer Kostbarkeiten“ im Heidengrabenzentrum präsentiert. Diese Ausstellung, die am 09. Oktober 2025 eröffnet wurde, läuft bis zum 31. Januar 2026 und bietet den Besuchern die Möglichkeit, 35 detailgetreue Repliken keltischer Originalfunde zu bestaunen. Die gezeigten Exponate umfassen Schmuck aus Glas und Bronze, filigrane Fibeln sowie Trachtzubehör und Tierfiguren, die in der keltischen Vorstellungswelt von Bedeutung waren.
Die Ausstellung zielt darauf ab, die Vielschichtigkeit der keltischen Kultur und deren Einfluss auf die europäische Geschichte zu verdeutlichen. Begleitende Banner vermitteln Einblicke in die keltische Kunst und Handwerk, die Rolle von Mensch und Tier in der keltischen Mythologie sowie in den Alltag der damaligen Zeit. Die Eisenzeit steht im Mittelpunkt, besonders in Bezug auf ihre kulturellen Verbindungen innerhalb Europas.
Einblicke in die keltische Kultur
Die Kelten waren Gruppen von Völkern, die sich von West- bis Mitteleuropa erstreckten, vor allem während der späten Bronzezeit und der Eisenzeit, etwa von 700 v. Chr. bis 400 n. Chr. Sie waren nicht nur aufgrund ihrer Sprache verbunden, sondern auch durch ähnliche Kunst, Kriegsführung, Religion und Bestattungspraktiken. Die keltische Kunst, die ab dem 5. Jahrhundert v. Chr. begann, zeichnet sich durch ausgefeilte Ornamentik und komplexe Muster aus, wobei der Einfluss benachbarter Kulturen wie den Etruskern und Griechen nicht zu übersehen ist.
Einige der bedeutendsten Kunstwerke dieser Zeit sind der Goldtorque aus der Grabstätte von Vix, datiert auf 480 v. Chr., und die keltische Scheibe aus Auvers-sur-Oise. Bei der Betrachtung der keltischen Kultur ist auch zu erwähnen, dass sich die Kunst stark von Region zu Region unterschied. In den keltischen Siedlungsgebieten, die sich von Südostengland über Frankreich bis nach Nordspanien erstreckten, entwickelten sich unterschiedliche Stile, die meist in der La-Tène-Zeit ihren Höhepunkt erreichten.
Nachhaltige Einflüsse
Obwohl die keltische Kultur im 1. Jahrhundert v. Chr. durch das Römische Reich weitgehend absorbiert wurde, überlebte sie in entlegeneren Regionen wie Irland und Nordbritannien weiter und beeinflusste die mittelalterliche Literatur und Kunst. Die Struktur der keltischen Gesellschaft war hierarchisch, mit verschiedenen sozialen Schichten, darunter Herrscher, Druiden, Handwerker und Bauern. Frauen konnten in der keltischen Gesellschaft bedeutende Rollen einnehmen, sogar Stämme anführen und gleichwertige Bestattungen erhalten.
Die Kombination aus Kunst, Handelsbeziehungen und kulturellem Austausch führte zu einer reichen und komplexen Zivilisation, die bis heute von Wissenschaftlern und Interessierten erforscht wird. Die anhaltende Faszination für die Kelten spiegelt sich auch in Veranstaltungen wie dieser Ausstellung wider, die nicht nur historische Objekte zeigt, sondern auch neue Perspektiven auf die keltische Lebensweise und deren kulturellen Einfluss eröffnet.
Die Ausstellung ist von Donnerstag bis Sonntag, einschließlich der Feiertage, von 11:00 bis 17:00 Uhr geöffnet. Besucher haben die Möglichkeit, am Heidengrabenturm zu parken, was den Zugang zum Heidengrabenzentrum erleichtert. Die Vielfalt der keltischen Kultur in der „KeltenWelten“-Ausstellung bietet eine spannende Gelegenheit, tiefer in die Geschichte und das Erbe der Kelten einzutauchen und deren bedeutenden Platz in der europäischen Kulturgeschichte zu erkunden.
Für weitere Informationen zur Ausstellung besuchen Sie bitte nussbaum.de, um mehr über die keltische Kunst erfahren Sie auf wikipedia.de und eine umfassende Übersicht über die Geschichte der Kelten finden Sie auf worldhistory.org.