Am 23. Januar 2026 kam es auf der A9 in Fahrtrichtung München, zwischen Denkendorf und Lenting, zu einem Fahrzeugbrand, ausgelöst durch einen technischen Defekt. Der 32-jährige Fahrer aus den Niederlanden bemerkte gegen 21:15 Uhr zunächst einen Leistungsabfall sowie Brandgeruch in seinem BMW. Daraufhin stellte er das Fahrzeug auf dem Standstreifen ab und öffnete die Motorhaube, was zur Entzündung im Motorraum führte. Glücklicherweise konnten der Fahrer und seine zwei Mitfahrer sich rechtzeitig in Sicherheit bringen und blieben unverletzt. Die Freiwillige Feuerwehr Denkendorf übernahm die Löschmaßnahmen und konnte den Brand schnell unter Kontrolle bringen.
Die Autobahn musste während der Löscharbeiten für etwa 10 Minuten vollständig gesperrt werden. Anschließend wurde der Verkehr für ca. 1,5 Stunden über den linken Fahrstreifen geleitet, was zu geringfügigen Beeinträchtigungen führte. Der Gesamtschaden durch den Vorfall wird auf etwa 35.000 Euro geschätzt, wobei sowohl das Fahrzeug als auch die Asphaltdecke betroffen sind. Solche technischen Defekte, wie sie auch in anderen Fällen vorkommen, sind nicht die Ausnahme.
Häufige Ursachen für Fahrzeugbrände
Fahrzeugbrände, insbesondere die von Elektroautos, wecken oft unbegründete Ängste, wie Dr. Hermann Dinkler, Experte für Brand- und Explosionsschutz beim TÜV-Verband, erklärt. Die Hauptursachen für Fahrzeugbrände sind technische Defekte, Hitze und mangelnde Wartung. Faktoren wie Kurzschlüsse, beschädigte Kabelisolierungen oder undichte Kraftstoffleitungen können Brände auslösen. Insbesondere im Sommer ist die Brandgefahr aufgrund der hohen Temperaturen erhöht.
Statistisch gab es im Jahr 2023 in Deutschland etwa 14.200 Brände bei kaskoversicherten PKW, was weniger als 0,03 Prozent des Fahrzeugbestands von über 49 Millionen Autos ausmacht. Die meisten Brände haben technische Ursachen und sind nicht das Ergebnis von Unfällen. So ist es entscheidend, regelmäßige Wartungen und Inspektionen durchzuführen, um das Risiko eines Fahrzeugbrands zu minimieren.
Vergleich der Brandrisiken
Interessanterweise zeigen Studien, dass Elektroautos nicht anfälliger für Brände sind als Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor. Von 100.000 konventionellen Fahrzeugen brannten 1.529, während es bei E-Autos nur 25 waren. Moderne Elektrofahrzeuge erfüllen hohe Sicherheitsstandards, die das Brandrisiko weiter reduzieren. Bei einem Brand von Lithium-Ionen-Batterien ist die Brandbekämpfung allerdings komplexer, da es zu einem thermischen Durchgehen kommen kann. Zum Löschen eines E-Auto-Brands sind oft bis zu 10.000 Liter Wasser notwendig, während bei herkömmlichen Fahrzeugen in der Regel 2.000 Liter ausreichen.
Die Feuerwehrkräfte in Deutschland sind auf den Umgang mit Hochvolt-Fahrzeugen geschult. Nach der Löschung eines E-Auto-Brandes wird das Fahrzeug häufig in einen Wassercontainer gebracht und 24 Stunden lang überwacht. Langfristig könnten Feststoffbatterien das Brandrisiko weiter reduzieren. Für Fahrzeughalter ist es ratsam, ihr Verhalten im Brandfall zu kennen: Ruhe bewahren, das Fahrzeug sicher abstellen, Insassen evakuieren und die Feuerwehr rufen. Kleinbrände sollten potenziell mit geeigneten Feuerlöschern bekämpft werden.
Für Kfz-Besitzer ist es wichtig, den Versicherungsschutz zu prüfen, da Teil- oder Vollkaskoversicherung Schäden am eigenen Fahrzeug abdeckt, während die Kfz-Haftpflichtversicherung Schäden an anderen Fahrzeugen oder Gebäuden übernimmt. Besonders Besitzer von Elektroautos sollten ihren Akkuschutz in der Versicherung berücksichtigen.
Weitere Informationen zu ähnlichen Vorfällen und deren Ursachen sind über die Berichterstattung vom Neumarkt Aktuell und TZ zugänglich. Zusätzliche Analysen zu Fahrzeugbränden finden Sie in dem Beitrag von Luckx.