In der Nacht auf Mittwoch kam es zu einem dramatischen Wohnhausbrand in Denkendorf, der von einem aufmerksamen Feuerwehrmann ausgelöst wurde. Der Nachbar bemerkte gegen 4 Uhr in der Früh die Flammen und setzte umgehend den ersten Notruf ab. Der Brandort befand sich in einem Mehrfamilienhaus gegenüber seines Wohnhauses. Ein lauter Knall und das Klirren der Fensterscheiben alarmierten ihn, und er informierte die Leitstelle über die Notsituation. Anschließend begab er sich direkt zum Feuerwehrhaus, um seine Kameraden beim Einsatz zu unterstützen, wie FeuerwehrMagazin berichtet.

Als die Feuerwehr am Einsatzort eintraf, stand das Gebäude bereits in Vollbrand. Der Einsatzleiter Frank Obergöker berichtete von einer massiven Brandentwicklung, die Flammen ragten bis zu vier Meter hoch. Die Alarmstufe wurde aufgrund der akuten Gefahrenlage erhöht und zusätzliche Löschzüge nachalarmiert. Glücklicherweise war das Gebäude zum Zeitpunkt des Brandes unbewohnt, da die einzige Bewohnerin bereits am Vortag ins Krankenhaus eingeliefert worden war. Dennoch war unklar, ob sich noch Personen im Inneren befanden, was die Einsatzkräfte zusätzlich unter Druck setzte.

Einsatzmaßnahmen und Unterstützung

Die Feuerwehr konzentrierte sich auf den Schutz der angrenzenden Gebäude, die aufgrund der baulichen Nähe zum Brandobjekt in Gefahr waren. Es wurden Riegelstellungen aufgebaut und der Löschangriff wurde von mehreren Seiten, unter anderem aus den angrenzenden Gärten, gestartet. Ein Innenangriff war aufgrund der bereits vollständig abgebrannten Holztreppe nicht möglich, weshalb die Feuerwehr mindestens sechs C-Rohre einsetzte. Unterstützung erhielt die Feuerwehr von Kräften aus Ostfildern sowie der Feuerwehr Esslingen mit einer Drehleiter und einem Gerätewagen Atemschutz, wie in einem weiteren Bericht von 7Aktuell detailliert dargestellt. Insgesamt waren etwa 60 Feuerwehrangehörige sowie rund 70 bis 80 weitere Einsatzkräfte, darunter Rettungsdienst und Polizei, vor Ort.

Während der Löscharbeiten mussten mehrere Anwohner angrenzender Gebäude aufgrund starker Rauchentwicklung kurzzeitig evakuiert werden, konnten jedoch später zurückkehren. In den Morgenstunden liefen umfangreiche Nachlöscharbeiten, um mögliche Glutnester zu finden. Hygienemaßnahmen wie der Austausch von Atemschutzgeräten wurden parallel durchgeführt. Einige Nachbarhäuser erlitten durch Wasser und Rauchschäden, blieben jedoch bewohnbar. Die Schadenshöhe wird auf etwa 500.000 Euro geschätzt. Tragisch war auch, dass ein Hund in einer der Wohnungen in der Dachgeschosswohnung, die vom Feuer betroffen war, verstarb, da er nicht rechtzeitig gerettet werden konnte.

Folgen und Ermittlungen

Ein 60-jähriger Bewohner der Erdgeschosswohnung erlitt schwere Verletzungen und konnte sich ins Freie retten, wurde jedoch zur Behandlung in ein Krankenhaus transportiert. Sechs weitere Bewohner des Hauses blieben unverletzt, ebenso wie drei Bewohner des benachbarten, leicht verrauchten Gebäudes. Die betroffenen Anwohner wurden von der Gemeinde vorübergehend untergebracht oder fanden Unterkunft bei Angehörigen. Inzwischen hat die Kriminalpolizei die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen, um den genauen Hergang zu klären.