Das Bürgeramt in Esslingen hat nach einem umfassenden Umbau seine Pforten im Behördenzentrum in der Beblinger Straße wieder geöffnet. Nach sechs Monaten Interimstandort im Alten Rathaus konnten die Bürgerinnen und Bürger am 27. Januar die neuen Einrichtungen in Anspruch nehmen. Der Umzug verlief trotz wiederkehrendem Schneechaos problemlos. Wie esslingen.de berichtet, wurde der erste Bauabschnitt der Sanierungsarbeiten im Erdgeschoss erfolgreich abgeschlossen.
Die Umbauarbeiten umfassten nicht nur eine frische Farbgestaltung und eine schallschluckende Decke, sondern auch die Installation eines barrierearmen Wegeleitsystems mit kontrastreicher Beschriftung sowie Piktogrammen und akustischen Ansagen in Aufzügen. Brigitte Länge, die Leiterin des Ordnungsamts, und Marius Osswald, der Leiter des Amts für Soziales, Integration und Sport, äußerten sich positiv über die neuen Beratungsräume, die eine klare Trennung zwischen öffentlichen, halböffentlichen und nicht-öffentlichen Bereichen ermöglichen.
Optimierung der Dienstleistungen
Im Rahmen des Umbaus wurde außerdem ein Drei-Zonen-Prinzip eingeführt. Dies trägt dazu bei, die Nutzerführung zu verbessern und ein angenehmeres Ambiente zu schaffen. So gibt es jetzt eine klare Trennung zwischen Wartebereichen, Schalterbereichen und Backoffice, wie esslinger-zeitung.de berichtet. Um die Dienstleistungsqualität zu steigern, sind alle Angebote des Bürgeramts nur noch mit vorheriger Terminbuchung verfügbar.
Zu den weiteren Neuerungen zählen zwei Diskretionsschalter für vertrauliche Gespräche sowie zwei Fotostationen. Letztere ermöglichen die Übermittlung von Fotos, digitalen Fingerabdrücken und Unterschriften für Pässe und Ausweise. Zudem kann über die städtische Website ein Termin vereinbart werden und ein Self-Check-In per QR-Code die Anmeldung für Termine erleichtern.
Zukünftige Bauabschnitte
Der zweite Bauabschnitt ist für die Zeit von Mitte März bis Anfang September geplant. Dieser umfasst den Ausbau des öffentlichen Bereichs im ersten Obergeschoss, wo fünf weitere Schalter und acht neue Beratungsräume eingerichtet werden. Zudem ist ein zusätzliches barrierefreies öffentliches WC im ersten Obergeschoss vorgesehen, während das bestehende WC im Erdgeschoss bereits barrierefrei ist. Ein dritter Bauabschnitt zur Verbesserung des Eingangsbereichs und der Aufenthaltsqualität wird folgen.
Zusätzlich zu den eigenen Modernisierungen, bieten andere Städte wie Berlin innovative Ansätze für Bürgerdienste. Das Kiezbürgeramt in Berlin ist seit Mai mobil unterwegs und bringt zentrale Dienstleistungen direkt zu den Menschen. Mit einem „Bürgerkoffer 2.2“ werden mobile Bürgeramtsleistungen angeboten, die unter anderem die Beantragung von Ausweisdokumenten und Meldebescheinigungen umfassen. Diese Initiative zeigt, wie wichtig es ist, den Zugang zu Verwaltungsdienstleistungen ständig zu optimieren, insbesondere für Berufstätige mit unregelmäßigen Arbeitszeiten, wie auf berlin.de angedeutet wird.
Die Neugestaltung des Esslinger Bürgeramts ist ein Schritt in die richtige Richtung, um den Bedürfnissen der Bürger gerecht zu werden und administrative Prozesse zu erleichtern. Die Kombination aus einem modernen Ambiente und optimierten Abläufen lässt auf eine positive Entwicklung der Bürgerdienste in der Region hoffen.