Das Freilichtmuseum Beuren, eine bedeutende kulturelle Institution in der Region, verabschiedet sich am Sonntag, dem 2. November, mit einem abwechslungsreichen Saisonabschluss in die Winterpause. In der Zeit von 13 bis 16 Uhr dürfen Besucher ein buntes Programm erwarten, welches die herbstliche Atmosphäre perfekt einfängt. An diesem letzten Öffnungstag haben die Gäste unter anderem die Möglichkeit, sich auf eine Verkostung von hausgemachten Bratäpfeln zu freuen, die von musikalischer Begleitung der Gruppe „Nachtschwärmer“ untermalt wird. Um 15 Uhr findet zudem die Fütterung der Museumstiere statt, die für viele einen besonderen Höhepunkt darstellen dürfte.

In diesem Jahr durfte sich das Freilichtmuseum Beuren über einen bemerkenswerten Anstieg der Besucherzahlen freuen. Insgesamt wurden von April bis November 69.637 Besucher gezählt, was die angestrebte Zielmarke von 60.000 deutlich übersteigt. Diese Saison war die erste, die ohne pandemiebedingte Einschränkungen stattfand, und sie war geprägt von Jubiläen: 50 Jahre Landkreis Esslingen und 175 Jahre Kreissparkasse Esslingen-Nürtingen wurden gefeiert. Mit insgesamt 463 gebuchten Aktionen liegt die Anzahl fast auf dem Niveau von 2019, als 493 Veranstaltungen stattfanden.

Saisonabschluss und besondere Attraktionen

Besucher können außerdem im Kolonialwarenladen von 1929 nach Leckereien stöbern, während das Tante-Helene-Lädle im Eingangsgebäude von 12 bis 17 Uhr geöffnet ist. Eine besondere Attraktion stellt die Taschenlampenführung dar, die um 17 Uhr vom Öschelbronner Platz startet. Am Ende des Tages wird symbolisch das Abschließen der Türen einiger Häuser durch Mitarbeitende und Gäste vollzogen, was das Ende der Museumsaison markiert.

Angesichts der erfreulichen Besucherzahlen gibt es auch einige Veränderungen im Museumsbetrieb. Die Eröffnung der neuen Lagerhalle mit 558 Quadratmetern ist für 2024 geplant. Die Reformen sind notwendig, da das Museum mit der Räumung von 33 Bunkern des ehemaligen Bundeswehr-Munitionslagers beschäftigt ist. Bis Ende 2025 muss der Umzug des Museumsdepots abgeschlossen sein, und der Landkreis hat sich zur Renaturierung des Geländes bis 2029 verpflichtet.

Bedeutung von Freilichtmuseen

Freilichtmuseen wie das in Beuren spielen eine essenzielle Rolle bei der Erhaltung landwirtschaftlicher und historischer Traditionen. Diese Museen, auch als Bauernhofmuseen oder Museumsdörfer bekannt, konzentrieren sich auf die Rekonstruktion von Höfen und Anwesen, oft begleitet von Ausstellungen bäuerlicher Gerätschaften und Haushaltsgegenständen. Der Reiz solcher Einrichtungen liegt nicht nur in den originalgetreu nach alten Plänen errichteten Gebäuden, sondern auch in dem authentischen Umfeld mit Bauerngärten und landwirtschaftlichen Flächen.

Mit der Schließung bis zum kommenden Frühjahr bereitet sich das Freilichtmuseum Beuren nun auf eine hoffentlich ebenso erfolgreiche kommende Saison vor. Ausstellungen und Veranstaltungen wie das geplante Geoparkfest im Juni 2024 und ein Oldtimertreffen im August versprechen ein reichhaltiges Angebot für die Besucher.