Die öffentliche Verbandsversammlung des Zweckverbandes Abwasserreinigung Marbach und Krettenbachtal findet am Mittwoch, dem 11. März 2026, um 17:00 Uhr in der Verbandskläranlage und im Sitzungssaal des Rathauses in Wäschenbeuren statt. Die Einladung richtet sich an die gesamte Einwohnerschaft, wodurch die Gelegenheit geboten wird, sich über wichtige Entwicklungen in der Abwasserreinigung zu informieren.
Auf der Tagesordnung stehen mehrere bedeutende Themen. Zunächst wird die Kläranlage besichtigt, gefolgt von aktuellen Informationen zur Maßnahme „Erneuerung der P-Fällung“. Diese Maßnahme ist besonders relevant, da Phosphor durch Wasch- und Reinigungsmittel ins Abwasser gelangt und das Wachstum bestimmter Organismen in Oberflächengewässern fördert. Um dies zu begrenzen, ist eine effektive Phosphorelimination in Kläranlagen unerlässlich. In Deutschland erfolgt diese vorwiegend durch chemisch-physikalische Verfahren, bei denen Fällmittel wie Eisen- und Aluminiumsalze eingesetzt werden, um Phosphor in unlösliche Formen zu überführen und mit Klärschlamm abzutrennen (siehe hier).
Aktuelle Maßnahmen und Planungen
Ein weiterer Punkt auf der Tagesordnung befasst sich mit dem aktuellen Planungsstand der Maßnahme „Erneuerung der Zwischenhebewerke“. Zudem wird über den Stand der „Erneuerung der Gasfackel“ und die Abstimmung über die weitere Vorgehensweise informiert. Auch die „Erneuerung des Gebläse“ steht zur Diskussion, ebenso wie der aktuelle Stand der Nachklärbecken. Hierbei wird eine Vergabe zur Leerung des Faulturms thematisiert, was für die Effizienz der Kläranlage entscheidend ist.
Ein besonders wichtiger Tagesordnungspunkt ist die Einbringung und Verabschiedung des Haushaltsplans mit Haushaltssatzung für das Jahr 2026. Diese Entscheidung hat nicht nur finanzielle, sondern auch ökologische Auswirkungen, da eine effiziente chemische und biologische Elimination des Phosphors nicht nur ökologisch, sondern auch ökonomisch von Bedeutung ist (siehe hier).
Nachhaltigkeit und rechtliche Rahmenbedingungen
Die Umsetzung der EU-Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) hat zu verschärften Anforderungen für viele Kläranlagen geführt, was die Bedeutung der Phosphorelimination unterstreicht. Es ist wichtig, dass Kläranlagen in der Lage sind, die neuen Anforderungen zu erfüllen, um einen guten ökologischen Zustand in Fließgewässern zu erreichen. Die rechtlichen Grundlagen zur Phosphorelimination ergeben sich unter anderem aus der Oberflächengewässerverordnung von 2016. Diese Maßnahmen tragen dazu bei, die Phosphoreinträge zu verringern, was nicht nur der Umwelt zugutekommt, sondern auch zu geringeren Betriebskosten für die Kläranlagen führen kann.
Abschließend wird die nichtöffentliche Sitzung die Diskussionen und Entscheidungen vertiefen, die während der öffentlichen Sitzung angesprochen wurden. Diese Versammlung stellt somit einen bedeutenden Schritt in Richtung einer nachhaltigen und effizienten Abwasserreinigung in der Region dar und fördert das Bewusstsein der Einwohnerschaft für umweltrelevante Themen.