In den letzten Tagen hat anhaltender Starkregen in der Region erhebliche Überschwemmungen verursacht. Besonders betroffen sind die Ortlagen in und um Gerolsheim, wo Herbert Müller alarmiert das Hochwasser im Altbach beobachtet. Er beschreibt die Situation als äußerst kritisches Ereignis und schlägt vor, das Gewässer zu vertiefen, um künftige Überflutungen zu vermeiden. Die Gefahr von vollgelaufenen Kellern und weiteren Überschwemmungen ist in Gerolsheim, das Müller als „Badewanne des Leiningerlands“ bezeichnet, allgegenwärtig. Die hintereinanderfolgenden Regenfälle haben die kleinen Bäche und Gräben der Region zum Überlaufen gebracht und die Lage der Anwohner zunehmend angespannt.

Auch im Landkreis Rottal-Inn sind die Auswirkungen des Starkregens dramatisch. Zahlreiche Flüsse, darunter die Rott, der Altbach und die Gera, sind über die Ufer getreten. Am Wochenende mussten Rad- und Fußwege entlang der Rott in Pfarrkirchen gesperrt werden, da sie komplett überflutet waren. Besonders betroffen ist die Rott in Eggenfelden, wo die Uferwege ebenfalls überflutet wurden. Am Altbach in Triftern trat das Wasser an Samstagnachmittag über die Ufer, was auch zu Schutzmaßnahmen, wie dem Einsatz von Sandsäcken, führte. Die Feuerwehr musste in mehreren Fällen eingreifen, um Wasser von verstopften Kanälen abzupumpen und entlang des Simbachs abzuleiten.

Rottal-Inn: Hochwasserlage

Die Hochwassersituation im Rottal-Inn war nicht nur lokal begrenzt. In Lengsham war die Lage am Samstagmittag kritisch, und in Pfarrkirchen traten die Gewässer insbesondere in den Rottauen über die Ufer. Der Pegel des Simbach stieg auf 119 Zentimeter, wobei Bürgermeister Klaus Schmid betonte, dass die Situation „alles im Griff“ sei. Die Gemeinde hat mit Sandsäcken und weiteren Barrikaden reagiert, um das Eindringen des Wassers zu begrenzen.

Am Samstag war die Straße von Mahlgassing nach Untergrasensee unpassierbar, und in Mitterskirchen gab es in der Mühlbachstraße kein Durchkommen. Auch das Untergeschoss einer Baustelle in der Nähe der Gera wurde überflutet. Weitere betroffene Gebiete waren die ehemalige Metzgerei Feyrer, die gesichert werden musste, und in Hirschhorn, wo Straßen und Brücken unerreichbar wurden.

Auswirkungen der Unwetter

Die anhaltenden Unwetter haben auch Landwirtschaft und Infrastruktur erheblich betroffen. Ein Maisversuch bei Bad Birnbach steht unter Wasser, und die Kneippanlage beim Theatron in Pfarrkirchen ist ebenfalls überflutet. Während sich die Lage am Gasthaus Irber am Sonntag entspannte, bleiben viele Gebiete weiterhin kritisch. Die Behörden arbeiten unermüdlich daran, die Schäden zu begrenzen und die Anwohner zu schützen.

Die anhaltenden Regenfälle und die daraus resultierenden Hochwasserlagen werfen ein Licht auf die Herausforderungen, mit denen Gemeinden in Niedrigwasserzeiten konfrontiert sind. Es bleibt zu hoffen, dass die Wetterbedingungen sich beruhigen und die Anwohner bald wieder in ihre gewohnten Lebensumstände zurückkehren können.