Nach einem spannenden Rennwochenende in Le Mans hat das Werksteam von Porsche bemerkenswerte Ergebnisse erzielt. Mit zwei identischen 511 kW (695 PS) Hybrid-Prototypen belegten die Fahrzeuge die Plätze sieben und neun, während das Team Manthey erneut triumphierte und den zweiten Klassensieg in Folge in der LMGT3-Kategorie mit dem Porsche 911 GT3 R feierte. Insgesamt verfolgten 332.000 Zuschauer das 24-Stunden-Rennen, das als eine der größten Herausforderungen im Motorsport gilt. Die Leistung von Porsche war beeindruckend, besonders der Porsche 963 mit der Nummer 6, der von hinten im Hypercar-Feld startete und es schaffte, in der ersten Runde sieben Konkurrenten zu überholen.
Nach zwei Stunden war der Porsche 963 in der Führungsgruppe und kämpfte bis zur letzten Runde um den Gesamtsieg. Am Ende fehlten dem Team lediglich 14,084 Sekunden für den 20. Gesamtsieg in der Geschichte von Porsche in Le Mans. Das Schwesterfahrzeug mit der Nummer 5 war ebenfalls lange im Kampf um die Führung, fiel jedoch aufgrund von Reifenschäden und Strafen zurück und belegte letztlich den siebten Platz. Ein weiteres starkes Fahrzeug war der Porsche 963 mit der Nummer 4, gefahren von Nick Tandy, Felipe Nasr und Pascal Wehrlein.
Ergebnisse und Highlights
Die Ergebnisse der Hypercar-Klasse verdeutlichen die enge Konkurrenz:
- 1. Kubica/Ye/Hanson (Ferrari #83), 387 Runden
- 2. Estre/Vanthoor/Campbell (Porsche 963 #6), +14.084 Sekunden
- 3. Pier Guidi/Calado/Giovinazzi (Ferrari #51), +28.487 Sekunden
- 7. Andlauer/Christensen/Jaminet (Porsche 963 #5), -1 Runde
- 9. Nasr/Tandy/Wehrlein (Porsche 963 #4), -1 Runde
- 14. Jani/Pino/Varrone (Porsche 963 #99), -4 Runden
Die Ergebnisse der LMGT3-Klasse zeigte den klaren Sieg von Team Manthey:
- 1. Hardwick/Lietz/Pera (Porsche 911 GT3 R #92), 341 Runden
- 2. Heriau/Mann/Rovera (Ferrari #21), +33.259 Sekunden
- 3. Van Rompuy/Andrade/Eastwood (Corvette #81), +1.11.710 Minuten
- 6. Au/Bachler/Hartog (Porsche 911 GT3 R #90), -1 Runde
- 16. Bovy/Frey/Martin (Porsche 911 GT3 R #85), -7 Runden
Porsche bleibt mit insgesamt 112 Klassensiegen der erfolgreichste Hersteller bei den 24 Stunden von Le Mans. Richard Lietz feierte in diesem Jahr seinen sechsten Sieg in der GT-Kategorie, während die Iron Dames, die durch einen Unfall einen möglichen Top-10-Platz verloren, letztlich auf Platz 16 landeten. Zudem gab Porsche im Rahmen der Initiative „Racing for Charity“ 500 Euro pro gefahrene Runde, was insgesamt 579.500 Euro für die Kinderhilfsorganisationen Interplast Germany e.V. und Kinderherzen retten e.V. ergibt.
Feierliche Enthüllung des 963 RSP
Weniger als einen Tag nach den Erkenntnissen aus Le Mans stellte Porsche den 963 RSP vor, eine straßenzugelassene Version des 963 LMDh-Rennwagens. Die Enthüllung fand in der Nähe des Circuit de la Sarthe statt und feiert das 50-jährige Jubiläum des legendären Count Rossi 917. Der 963 RSP ist ein Unikat mit einem 4,6-Liter-Twin-Turbo-Hybrid-V8-Motor, der etwa 671 PS leistet und zahlreiche Anpassungen für den Straßenbetrieb bereitstellt.
Das Design des 963 RSP ist vom traditionellen Rennwagen geprägt, während die Lackierung in Martini Silver an das Erbe des Count Rossi 917 erinnert. Die Karosserie ist aus Carbonfaser und Kevlar gefertigt, und das Innenleben ist mit hochwertigem Leder und Alcantara ausgestattet. Besonders bemerkenswert ist die Funktionalität des Fahrzeugs, das unter anderem mit Scheinwerfern, Rücklichtern und einem Becherhalter ausgestattet ist. Timo Bernhard, dreifacher Le-Mans-Sieger, fuhr das Auto bei seiner ersten öffentlichen Fahrt.
Diese aufregenden Entwicklungen erfolgen während einer erfolgreichen Saison für Porsche Penske Motorsport, die sowohl in der IMSA WeatherTech SportsCar Championship als auch in der FIA World Endurance Championship führend sind. Alle weiteren Details zu den Ergebnissen sind auf Porsche Newsroom und zu den Neuigkeiten des 963 RSP auf HotHardware verfügbar.


