Im Spa & Resort Bachmair Weissach versammelten sich am 29. Januar 2026 rund 300 Gäste, um einem Vortrag von Maria Furtwängler beizuwohnen. Die bekannte „Tatort“-Kommissarin thematisierte im Rahmen des Korbinians-Kollegs die wichtige Verbindung von Ökologie und Ökonomie. Ursprünglich war Kulturstaatsminister Wolfram Weimer eingeladen, musste jedoch aus Termingründen absagen. Hotelier Korbinian Kohler und Professor Karsten Fischer eröffneten die Veranstaltung.
In ihrem Vortrag sprach Furtwängler eindringlich über den Kampf für ökologische Vielfalt und Nachhaltigkeit. Sie betonte, dass ökologische und ökonomische Ansprüche nicht im Widerspruch stehen müssen. Ihre Botschaft war klar: Der Schaden am Lebensnetz ist unwiederbringlich, weshalb Klimawandel und Biodiversität dringend eine zentrale Rolle in der gesellschaftlichen Debatte einnehmen müssen. „Investitionen in die Natur sind genauso wichtig wie die in kritische Infrastrukturen“, forderte sie eindringlich.
Der Aufruf zur Verantwortung
Besonders hervorhob Furtwängler die globale Dimension des Klimawandels und der Ressourcenausbeutung. Sie appellierte an das Publikum, die Liebe zur Natur mit einem Verantwortungsgefühl für die Zukunft zu verbinden. In diesem Kontext verwies sie auf die Bayerische Verfassung, die explizit die Verantwortung für kommende Generationen betont. „Wir dürfen den Verlust an Biodiversität nicht ignorieren“, warnte sie. Ein zentraler Punkt ihrer Ausführungen war die Notwendigkeit, naturbasierte Lösungen für ökologische Probleme zu implementieren, wie sie auch vom Umweltbundesamt propagiert werden.
Das Umweltbundesamt beschreibt zahlreiche Maßnahmen, die für den Klimaschutz und die Erhöhung der Biodiversität entscheidend sind, beispielsweise die Wiedervernässung trockengelegter Moore. Solche naturbasierten Lösungen tragen zur Kohlenstoffspeicherung bei und können damit Emissionen reduzieren. Auch die Wiederbewaldung von Wäldern und der Schutz von Küstenökosystemen wie Mangrovenwäldern stehen im Fokus aktueller Umweltschutzmaßnahmen und sind ein unverzichtbarer Bestandteil der nachhaltigen Nutzung natürlicher Ressourcen.
Diskussion und Ausblick
Nach dem Vortrag von Furtwängler folgte eine Diskussionsrunde, die sich mit Themen wie Landwirtschaft, Lokalpolitik und geopolitischer Gerechtigkeit befasste. Diese Themen sind nicht nur regional relevant, sondern haben auch globale Implikationen für unsere Umwelt und die Gesellschaft insgesamt. Der angebotene Raum für Austausch ist besonders wichtig, um verschiedene Ansichten und Lösungsansätze zu vereinen.
In Anbetracht der Herausforderungen rund um den Klimawandel und den Verlust von Biodiversität ist es unerlässlich, dass alle Akteure – von der Politik über die Wirtschaft bis hin zur Zivilgesellschaft – zusammenarbeiten, um nachhaltige Wege zu finden. Initiativen wie das Korbinians-Kolleg tragen dazu bei, das Bewusstsein für diese drängenden Themen zu schärfen und die Grundlagen für eine resiliente Zukunft zu legen.
Der Abend machte einmal mehr deutlich, dass der Kampf um die Erhaltung der Natur eine Gemeinschaftsanstrengung ist. Umso wichtiger ist es, dass solche Veranstaltungen stattfinden und dass jede Stimme gehört wird, um gemeinsam tragfähige Lösungen zu entwickeln.
Erfahren Sie mehr über die aktuellen Herausforderungen im Bereich Umwelt und Nachhaltigkeit auf Juraforum und das Konzept der naturbasierten Lösungen auf Umweltbundesamt.