Heute ist der 16.02.2026 und in Ditzingen gibt es spannende Neuigkeiten aus der Welt der Chormusik. Am Schmotzigen Donnerstag fand im Musiksaal des Gymnasiums in der Glemsaue eine Probe des city-chor statt. Chorleiter Kai Müller, der in schimmerndem Gold verkleidet war, leitete die Probe, während die Teilnehmer in fantasievollen Kostümen wie Pinguinen, Hippies, Piraten und sogar einer singenden Ananas auftraten. Der Fokus der Probe lag auf dem aktuellen Projekt „Sound of Europe“. Dieses Engagement zeigt, wie lebendig und kreativ das Chorsingen in der Region ist.

Am Freitag wurde die festliche Stimmung mit einer großen Karaoke-Faschingsparty im Jugendhaus Warmbronn fortgeführt. Diese Veranstaltung wurde vom city-chor und der Chorvereinigung Weil der Stadt organisiert und erfreute sich regen Zuspruch: Rund 40 Gäste nahmen teil. Die Teilnehmer traten in verschiedenen Formationen auf, darunter Solo, Duette und Quartette, und präsentierten gefühlvolle Balladen sowie Partykracher, die mit herzlichem Applaus belohnt wurden. Ein besonderer Dank ging an das Organisationsteam um Seyran, Markus und Alfonso, die diese gelungene Feier möglich machten.

Chöre: Ein wichtiger Bestandteil der Gesellschaft

Chöre sind nicht nur in Ditzingen ein wichtiger Bestandteil des kulturellen Lebens, sondern auch in ganz Deutschland. Über fünf Millionen Menschen singen in Chören, die in Kirchengemeinden, Schulen, Universitäten und Unternehmen verbreitet sind. Eine Studie des Deutschen Musikinformationszentrums aus 2021 zeigt, dass das gemeinsame Singen große Freude bereitet. Lin Gothoni, Schauspielerin und Mitglied des Berliner Kammerchors Vocantare, hebt die Bedeutung der wöchentlichen Proben und das Kennenlernen anderer Stimmen hervor.

Chorleiter Tobias Walenciak betont die Wichtigkeit eines homogenen Klanges, was zeigt, dass Chorgesang nicht nur ein kreatives Hobby ist, sondern auch eine Möglichkeit, Gemeinschaft zu erleben und zu stärken. Wissenschaftliche Studien belegen die positive Wirkung des Singens auf das Wohlbefinden, indem sie zeigen, dass Singen den Oxytocin-Spiegel erhöht und somit das allgemeine Wohlbefinden steigert. Anke Engelke initiierte das Projekt „Chor der Muffeligen“, um die Auswirkungen des Singens auf Krisensituationen zu untersuchen. Das daraus entstandene Projekt „Glückschor“ probt wöchentlich in Köln-Nippes und ist ein weiteres Beispiel für die heilende Kraft des Singens.

Das Engagement des city-chor

Der city-chor in Ditzingen beschreibt sich selbst als mehr als nur einen Probenort. Interessierte sind herzlich eingeladen, Teil dieser Gemeinschaft zu werden, insbesondere in den Männerstimmen. Der Liederkranz bietet nicht nur musikalische Ausbildung, sondern auch einen sozialen Rückhalt, der in unserer oft hektischen Zeit von unschätzbarem Wert ist. Weitere Informationen zum Vereinsleben sind auf der Website www.city-chor.de verfügbar.

Ein Ehemaligentreff, der nächsten Dienstag um 14:30 im Cafe Raisch stattfindet, zeigt, dass das Engagement des city-chor über die aktuellen Mitglieder hinausgeht und eine lebendige Community schafft. Singen ist nicht nur eine Kunstform, sondern auch eine Möglichkeit, sich zu verbinden und gemeinsam Freude zu erleben.

In Anbetracht der alternden Gesellschaft gewinnen Seniorenchöre zunehmend an Beliebtheit. Der Ernst-Busch-Chor in Berlin, gegründet 1973, besteht aus Mitgliedern, von denen viele über 70 Jahre alt sind und alte Arbeiter- und Friedenslieder aufführen. Diese Chöre bieten einen wohltuenden Ausgleich zum Alltag und fördern nicht nur das musikalische Talent, sondern auch die körperliche und geistige Gesundheit ihrer Mitglieder.

Chorgesang ist somit eine wertvolle Ressource für Gemeinschaft und Wohlbefinden. Die Kombination aus musikalischem Ausdruck und sozialer Interaktion macht Chöre zu einem unverzichtbaren Bestandteil unserer Kultur und Gesellschaft. Wer Interesse hat, sollte sich nicht scheuen, Teil dieser wunderbaren Erfahrung zu werden!