In einer dramatischen und schockierenden Entscheidung hat das Landgericht Stuttgart einen Mann zu drei Jahren Gefängnis verurteilt. Er wurde wegen versuchten Mordes verurteilt, nachdem er versucht hatte, seine Lebensgefährtin umzubringen, indem er ihre Matratze anzündete. Diese grausame Tat ereignete sich im Oktober 2024 in Schönaich, einem Ort im Kreis Böblingen, und brachte die Gerichtsbarkeit in Bewegung, da das Motiv für diese Tat aus einem Streit zwischen dem Angeklagten und seiner Partnerin resultierte. Während der Tat war der Mann stark alkoholisiert und hatte über zwei Promille im Blut.
Die Lebensgefährtin, die in einem Senioren- und Pflegeheim arbeitet, war zur Tatzeit in der Mitarbeiterwohnung, als der Mann das Feuer legte. Glücklicherweise konnte sie rechtzeitig aufstehen und sich in Sicherheit bringen, sodass es zu keinen Verletzungen kam. Trotz seiner Bemühungen, das Feuer selbst zu löschen, hatte der Angeklagte billigend in Kauf genommen, dass sich die Flammen ausbreiten und andere Personen im Seniorenheim gefährden könnten. Dieses Verhalten verstärkt die Schwere seines Vergehens.
Therapie und Beziehungen
Zusätzlich zur Gefängnisstrafe wurde angeordnet, dass der Mann eine Entziehungskur macht. Sein Verteidiger machte geltend, dass der Angeklagte therapiewillig sei und die Therapie selbst anstrebe. Diese Aussage könnte erwähnt werden, um zu zeigen, dass der Angeklagte bereit ist, an seinen Problemen zu arbeiten, auch wenn seine Handlungen verheerende Folgen hatten.
Die Lebensgefährtin scheint mehr als nur eine Bindung zu ihrem Partner aufrechterhalten zu wollen, trotz des Vorfalls. Ihre Absicht, die Beziehung fortzusetzen, wirft viele Fragen auf über die Dynamik zwischen den beiden und die komplexe Natur von gefährlichen Beziehungen.
Rechtliche Einordnung
Rechtlich betrachtet könnte man den Fall in den Kontext des versuchten Mordes gemäß §§ 212 I, 211 I, 22, 23 I StGB stellen. Der Tatentschluss des Angeklagten war gegeben, da er bewusst handelte und die potenziellen tödlichen Folgen seiner Handlung kannte. In ähnlichen Fällen, wie denen, die im iurastudent.de dokumentiert sind, zeigt sich, dass der Versuch eines Mordes rechtliche Nuancen besitzt, insbesondere wenn es um die Vollständigkeit der Tat geht.
Die Bemühungen des Angeklagten zur Löschung des Feuers und die glücklicherweise unversehrte Lebensgefährtin führen jedoch dazu, dass die Tat als nicht vollendet gilt. Während bei einem versuchten Mord das unmittelbare Ansetzen notwendig ist, zeigt der Fall einen interessanten Konflikt zwischen der Absicht des Täters und dem tatsächlichen Ausgang seiner Tat.
Insgesamt zeigt dieser Fall nicht nur die Gefahren von Alkoholmissbrauch, sondern beleuchtet auch die mentalen und emotionalen Herausforderungen, mit denen Menschen in belastenden Beziehungen konfrontiert sind. Das Urteil erteilt eine klare Botschaft über die Risiken und die gravierenden Konsequenzen solcher Taten.