In letzter Zeit häufen sich die Warnungen vor Trickbetrügern, die als Spendensammler auftreten. Aktuell berichten mehrere lokale Medien über Vorfälle, die besonders Bürger in Stuttgart und Umgebung betreffen. So wurden in Möhringen, in der Tiefgarage eines Supermarktes, Personen beobachtet, die sich als Gehörlose ausgaben. Eine Frau wurde angesprochen und gab zunächst fünf Euro, wurde jedoch prompt aufgefordert, weitere Spenden in Höhe von 30 bis 100 Euro zu leisten. Diese betrügerische Masche zielt darauf ab, das Mitleid der Passanten auszunutzen und ihnen Geld zu entlocken. Krzbb.de berichtet, dass der Polizeisprecher betont, wie wichtig es ist, solche Vorfälle schnell zu melden, selbst wenn die wenigsten Verfahren aufgrund der Geringfügigkeit eingestellt werden.

Zusätzlich sind Berichte aus der Region Sinsheim (Rhein-Neckar-Kreis) zu vernehmen, in denen die Polizei vor einer ähnlichen Betrugsmasche warnt. Hier geben sich Betrüger als Mitglieder eines nicht existierenden „Landesverbands für behinderte und taubstumme Kinder“ aus, um Spenden zu sammeln. Das Geld, das sie entgegennehmen, fließt jedoch nicht in soziale Projekte, sondern bereichert lediglich die Betrüger selbst. Ein Marktleiter konnte eine Gruppe von Betrügern erfolgreich vom Gelände verweisen, doch die Polizei sucht weiterhin nach Zeugen und Geschädigten, die möglicherweise Spenden geleistet haben. Auch in Aglasterhausen gab es Vorfälle mit diesen Trickbetrügern, welche sich oft als gehörlos ausgeben, um Mitleid zu erregen. Heidelberg24 berichtet von den genaueren Vorgehensweisen dieser Täter und rät zur Vorsicht.

Verschiedene Betrugsmaschen in der Region

Die Problematik um die gefälschten Spendensammler ist nicht neu, vielmehr handelt es sich um ein sich entwickelndes Netz aus Betrugsmaschen. Betrüger nutzen raffinierte Methoden, um Geld und Daten von ahnungslosen Menschen zu stehlen. Diese reichen von Telefonansprachen bis zu manipulierten QR-Codes, die auf betrügerische Webseiten führen. Die Digitalisierung hat es diesen Kriminellen erleichtert, in Anonymität zu operieren und ihre Maschen immer weiter zu verfeinern. Verbraucherschutz.tv listet weitere gängige Betrugsmethoden auf, die aktuell verbreitet sind.

  • Quishing: Gefälschte QR-Codes.
  • WhatsApp-Betrug: Täter geben sich als Verwandte aus.
  • Schockanrufe: Ausgeben als Polizisten oder Ärzte.
  • Paket-Betrug: Gefälschte Lieferbenachrichtigungen.
  • Dreiecksbetrug: Täuschen von Käufern und Verkäufern.
  • Fake-Jobangebote: Locken mit falschen Jobangeboten.

Die Polizei warnt eindringlich vor diesen Betrugsmaschen und hebt hervor, dass seriöse Hilfsorganisationen keine Haus- oder Straßensammlungen durchführen. Kritisches Denken sowie Wachsamkeit sind fundamental, um nicht Opfer dieser Betrüger zu werden. Daher wird empfohlen, unbekannte Anfragen immer zu hinterfragen und persönliche Daten zu schützen.