In der kleinen Gemeinde Mötzingen tut sich einiges: Der Gemeinderat hat einen Bebauungsplan für ein neues Sondergebiet beschlossen, um Raum für lokale Vereine zu schaffen. Besonders betroffen sind der Obst- und Gartenbauverein (OGV) sowie der Ortsverein des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) Oberes Gäu. Bürgermeister Benjamin Finis hebt hervor, wie wichtig es ist, die planungsrechtlichen Voraussetzungen zu schaffen, um den Wünschen der Vereine gerecht zu werden. Der OGV strebt ein eigenes Vereinsgebäude an, um Gerätschaften zu lagern und Schulungen abzuhalten. Ein früher geplanter Standort an der alten Kläranlage stellte sich jedoch als ungeeignet heraus. Stattdessen wird nun ein alternatives Areal im oberen Bereich des Festplatzes in Betracht gezogen.

Das DRK benötigt ebenfalls dringend einen neuen Standort, da die derzeitigen Flächen nicht ausreichen. Der untere Bereich des Festplatzes wird als geeigneter Standort für das DRK angesehen. Insbesondere ist das DRK auf die finanzielle und organisatorische Unterstützung der Gemeinden im Oberen Gäu angewiesen. Die Gespräche zwischen den beteiligten Gemeinden sind bereits im Gange, um eine Lösung zu finden. Die Verwaltung hat zudem die Notwendigkeit des Festplatzes hinterfragt und festgestellt, dass es geeignete Alternativflächen für Veranstaltungen gibt. Der Gemeinderat hat einstimmig beschlossen, die planungsrechtliche Bebaubarkeit des Festplatzes voranzutreiben und damit dem OGV zeitnah Rechnung zu tragen, um dessen wichtige Arbeit für die Pflege der Obstwiesen zu würdigen. Quelle

Städtebauförderung als Unterstützung für Mötzingen

Zusätzlich zu den Maßnahmen für die Vereine profitiert Mötzingen von der Städtebauförderung, die öffentliche Räume aufwertet und soziale Einrichtungen modernisiert. Ministerin Nicole Razavi MdL hebt die Bedeutung dieser städtebaulichen Förderangebote für die kommunale Entwicklung hervor. Die Städtebauförderung führt zu einer Aufwertung von Quartieren, zur neuen Nutzung von Brachflächen und zur Schaffung von Wohnraum. Dabei kann jeder Fördereuro bis zu acht Euro an Folgeinvestitionen auslösen, was nicht nur der Gemeinde, sondern auch dem regionalen Baugewerbe und Handwerk zugutekommt.

Im Rahmen der Innenentwicklung wurden bereits 59 neue Wohnungen geschaffen und vier umfassend modernisiert. Zudem wurde ein neues Betreuungszentrum errichtet, welches eine Tagespflege, eine Pflegewohngruppe und zwölf barrierefreie Wohnungen umfasst. Die barrierefreien Mehrzweckräume im Betreuungszentrum dienen der Begegnung der Bewohner. Auch die Gemeindehalle wurde umfassend modernisiert, und alte Gebäudesubstanz wurde abgerissen, um neue Parkplätze zu schaffen. Der Kreuzungsbereich in der Ortsmitte wurde umgestaltet, um die Verkehrssituation zu verbessern, und optisch ansprechende Freiflächen wurden durch neue Wegegestaltung verbunden. Nicht zu vergessen sind die neugestalteten Spielplätze in der Weiher- und Kaisergartenstraße. Quelle

Bundesweite Unterstützung durch Städtebauförderung

Die bundesweite Unterstützung für Städtebauförderung ist entscheidend, um nachhaltige städtebauliche Strukturen zu schaffen. Der Bund gewährt Finanzhilfen gemäß Artikel 104 b Grundgesetz, die durch Mittel der Länder und Kommunen ergänzt werden. Diese Hilfen werden auf Grundlage einer Verwaltungsvereinbarung bereitgestellt und zielen darauf ab, Innenstädte und Ortszentren in ihrer städtebaulichen Funktion zu stärken und soziale Missstände zu beheben. Es werden Programme zur Verwirklichung dieser Förderziele aufgesetzt, die Mötzingen nicht nur bei der Schaffung neuer Räume für Vereine, sondern auch bei der allgemeinen städtebaulichen Entwicklung unterstützen. Quelle

Insgesamt zeigt sich, dass Mötzingen auf einem guten Weg ist, die Bedürfnisse seiner Bürger und Vereine in Einklang mit einer nachhaltigen städtebaulichen Entwicklung zu bringen. Die aktuellen Projekte und Maßnahmen sind ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung und werden sowohl die Lebensqualität der Einwohner erhöhen als auch das soziale Miteinander stärken.