Der Bürgermeister von Mötzingen, Benjamin Finis, zieht ein positives Fazit über das Jahr 2025. In einem aktuellen Interview beschreibt er die vergangenen Monate als von Erfolg geprägt, insbesondere durch die Rekordgewinne bei der Gewerbesteuer. In seiner Amtszeit, die vor weniger als zwei Jahren begann, konnte die Gemeinde bedeutende Fortschritte verzeichnen. Dazu zählen unter anderem die Spatenstiche für die Neubaugebiete Röte II und III, die Erarbeitung des Gemeindeentwicklungskonzepts „Mötzingen 2040“ sowie die Eröffnung eines neuen Waldkindergartens. Diese Entwicklungen sind Teil einer umfassenden Strategie zur Stärkung der Gemeinde, die auch die Schließung der „Villa Regenbogen“ und die Baugenehmigung für die Erweiterung der Grundschule umfasst.

Eines der wichtigsten Projekte für 2026 wird die Vermarktung von Bauplätzen in den Neubaugebieten sowie die Entwicklung weiterer Gewerbeflächen sein. Finis, der die wiederholte Notwendigkeit betont, Ehrenamtliche zu gewinnen, sieht sich jedoch mit zahlreichen Herausforderungen konfrontiert. Diese reichen von finanziellen Engpässen bis hin zu bürokratischen Hürden. Zusätzlich äußerte Finis den Wunsch nach einer Vereinfachung der Förderprogramme, um Kommunen mehr Raum für eigenständige Entwicklungen zu geben. „Die neue Landesregierung sollte ehrliche Analysen und Lösungen bereitstellen“, fordert er in dem Gespräch.

Erfolgreiche Stadtentwicklung in Mötzingen

Ein bedeutender Schritt in der städtebaulichen Entwicklung war die erfolgreiche Umsetzung der Erneuerungsmaßnahme „Ortskern II“, die mit einer Förderung von rund 1,93 Millionen Euro vom Ministerium für Landesentwicklung und Wohnen unterstützt wurde. Ministerin Nicole Razavi hebt hervor, wie wichtig die Städtebauförderung für die Aufwertung der Gemeinden und die Verbesserung des Lebensraums der Bürger ist. Durch diese Initiative konnten nicht nur soziale Einrichtungen modernisiert werden, sondern auch 59 neue Wohnungen und ein modernes Betreuungszentrum mit barrierefreien Räumen geschaffen werden.

Die Maßnahme führte zudem zur Schaffung neuer Freiflächen und Spielplätze, die den öffentlichen Raum in der Ortsmitte aufwerten. Ein neu gestalteter Kreuzungsbereich verbessert die Verkehrssituation erheblich. Dank der Städtebauförderung zeigt sich, dass jeder investierte Euro eine Vielzahl an Folgeinvestitionen anziehen kann und somit das regionale Baugewerbe ankurbeln wird.

Die Rolle der Städtebauförderung

Die Städtebauförderung hat in Deutschland eine lange Tradition und wird seit 1971 als bewährtes Instrument zur Lösung komplexer Herausforderungen der Stadtentwicklung eingesetzt. Neben der finanziellen Unterstützung von Bund, Ländern und Kommunen zielt das Programm darauf ab, umfassende städtebauliche Maßnahmen zu fördern. Die Einbindung von Politik, Bürgern und lokalen Gewerbetreibenden in den Planungsprozess ist dabei von zentraler Bedeutung.

Die nationale Stadtentwicklungspolitik bietet darüber hinaus eine Plattform, die den Austausch zwischen verschiedenen Akteuren wie Stadtplanern, Architekten und der Wirtschaft fördert. Der Dialog wird durch verschiedene Formate, darunter jährliche Kongresse und Fachveranstaltungen auf regionaler Ebene, unterstützt. Diese Maßnahmen unterstützen nicht nur bestehende Projekte, sondern sollen auch die Entwicklung innovativer Ansätze in der Stadtplanung anregen. Weitere Informationen dazu finden Sie auf der Seite der Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen.

Insgesamt wird deutlich, dass Mötzingen unter der Leitung von Benjamin Finis auf einem positiven Kurs ist, während gleichzeitig die Herausforderungen der Stadtentwicklung in der Region angegangen werden. Die Kombination aus einer proaktiven Bürgerbeteiligung und einem soliden finanziellen Fundament könnte der Gemeinde helfen, die kommenden Jahre erfolgreich zu gestalten.

Für weitere Informationen zu den Entwicklungen in Mötzingen besuchen Sie die Berichte des Schwarzwaelder Bote sowie die Pressemitteilungen des Landes Baden-Württemberg.