Die Vereinigten Volksbanken mit Sitz in Böblingen schließen sich mit der VR-Bank Magstadt-Weissach zusammen. Dieser bedeutende Schritt wurde von der Vertreterversammlung der Vereinigten Volksbanken am 25. Juni 2025 beschlossen. Bereits Ende Mai fiel die Entscheidung der Vertreter der VR-Bank einstimmig für die Fusion, die neue Perspektiven für beide Banken eröffnen soll.

Der geplante technische Zusammenschluss ist auf den 13. September 2025 datiert. Die Fusion wird jedoch nicht durch Regulatorik oder Personalmangel motiviert, sondern zielt darauf ab, die Dienstleistungen der Vereinigten Volksbanken im Marktgebiet der VR-Bank anzubieten. Dies bedeutet, dass das Geschäftsgebiet der VR-Bank in den Regionalmarkt der Niederlassung Sindelfingen integriert wird.

Erweiterte Dienstleistungen und Zugang zu neuen Märkten

Kunden der VR-Bank werden profitieren, da sie Zugang zu Private-Banking- und Vermögensverwaltungs-Dienstleistungen erhalten. Verantwortlich für die Integration dieser neuen Angebote ist Mario Schmid, Regionalvorstand der Volksbank Sindelfingen. Die Fusion bringt erhebliche finanzielle Dimensionen mit sich: Laut vorläufigen Zahlen des BVR lag die Bilanzsumme der Vereinigten Volksbanken Ende 2024 bei 5,33 Milliarden Euro. Mit den rund 270 Millionen Euro der VR-Bank wird die Bilanzsumme der fusionierten Bank auf 5,6 Milliarden Euro ansteigen.

Die Vereinigten Volksbanken, zu denen auch die Zweigniederlassungen Böblingen, Sindelfingen, Reutlingen, Calw, Weil der Stadt und Schönbuch gehören, werden durch diese Fusion ihre Marktposition erheblich stärken.

Hintergrund und Zielsetzungen der Fusion

Der Vorstandsvorsitzende der Vereinigte Volksbanken eG, Jörg Niethammer, hebt hervor, dass die VR-Bank eG Magstadt-Weissach das Gespräch gesucht hat, um die Zusammenarbeit zu vertiefen. Die vertrauensvollen Gespräche über die Verschmelzung wurden sorgfältig geprüft und führen zu der Überzeugung, dass die Vereinigung der beiden Banken sinnvoll ist. Der Zusammenschluss ermöglicht eine Erweiterung des Geschäftsgebiets und wird auch die persönliche Verbundenheit mit den Mitgliedern, Kunden und der Region unterstreichen, die beiden Banken gemeinsame Werte verleihen.

Die VR-Bank hatte 2024 zunächst eine Fusion mit der Volksbank Stuttgart angestrebt, diese Gespräche jedoch aufgrund unterschiedlicher Auffassungen eingestellt. Kleinere Genossenschaftsbanken stehen vielfach vor der Herausforderung, regulatorische Anforderungen und steigende Verwaltungskosten zu bewältigen. Vor diesem Hintergrund wird die neue, vereinigte Genossenschaftsbank mit einer Bilanzsumme von rund 5,5 Milliarden Euro und einem Kundengeschäftsvolumen von nahezu 12,4 Milliarden Euro zukunftsorientierte Perspektiven bieten.

Zusätzlich wird die Fusion auch neue Karrierechancen und Entwicklungsmöglichkeiten für Mitarbeitende der VR-Bank hervorrufen. Die geplanten Dialogveranstaltungen vor den beschlussfassenden Versammlungen sollen die Kunden über die geplante Verschmelzung informieren. Eine Abstimmung zur Fusion ist für das zweite Quartal 2025 vorgesehen, mit einem rückwirkenden Beschluss auf den 1. Januar 2025.

Insgesamt zielt die Kooperation darauf ab, die Expertise weiter auszubauen und den gewerblichen Mittelstand sowie die Kunden besser zu bedienen. Das Engagement für die Region bleibt dabei unverändert hoch. Private Banking Magazin und Die Bank berichten über die weitreichenden Konsequenzen dieser Fusion.