Am 14. Februar 2026 wird im Spitalhof in Leonberg ein ganz besonderes Theaterereignis stattfinden: die Aufführung von Agatha Christies berühmtem Kriminalroman „Mord im Orientexpress“. Dieser Klassiker, der 1934 veröffentlicht wurde, hat sich zu einem weltweiten Kultstatus entwickelt und wird immer wieder neu interpretiert. Die Bühnenbearbeitung des Stücks stammt von Ken Ludwig, während die deutsche Übersetzung von Michael Raab angefertigt wurde. Die Aufführung ist über die Felix Bloch Erben GmbH & Co. KG lizenziert worden.
Die Geschichte folgt dem belgischen Detektiv Hercule Poirot, der im Orientexpress von Istanbul nach Calais reist. Auf dieser Reise wird ein Passagier ermordet, während der Zug aufgrund starker Schneefälle im Balkan stecken bleibt. Poirot, der auf dem Weg zurück nach London ist, übernimmt die Ermittlungen im Fall des ermordeten Samuel Ratchett. Dieser war ein amerikanischer Gangster, der zuvor Todesdrohungen erhalten hatte.
Einblick in die Handlung und Charaktere
Die Handlung entfaltet sich zwischen Istanbul und dem heutigen Kroatien, wo der Zug zwischen Vinkovci und Brod feststeckt. Poirot, der von seinen Freunden und Mitreisenden begleitet wird, muss sich mit einem bunten Ensemble von Passagieren auseinandersetzen. Zu den Charakteren zählen unter anderem Monsieur Bouc, der Direktor der Zuggesellschaft, sowie Caroline Hubbard, die sich als amerikanische Witwe präsentiert. Doch es stellt sich heraus, dass sie in Wirklichkeit Linda Arden ist, die Großmutter von Daisy Armstrong, einem Kind, dessen schreckliches Schicksal mit dem Mordfall verknüpft ist.
Die Ermittlungen von Poirot führen ihn durch ein Netz aus Alibis und Ungereimtheiten. Bei der Enthüllung stellt sich heraus, dass alle Verdächtigen in irgendeiner Weise mit der Tragödie um Daisy Armstrong verbunden sind. Poirot präsentiert zwei mögliche Lösungen: Entweder wurde Cassetti von einem Unbekannten getötet, oder alle Passagiere haben zusammengearbeitet, um Rache zu üben.
Ein kulturelles Erbe
Agatha Christie, geboren am 15. September 1890 und gestorben am 12. Januar 1976, zählt zu den bekanntesten Krimiautoren der Welt. Mit über 39 Romanen und 4 Kurzgeschichten in der Hercule Poirot-Serie hat sie ein literarisches Erbe hinterlassen, das bis heute geschätzt wird. Die erste Veröffentlichung der Serie fand 1920 statt, und sie wurde von Lesern mit einer durchschnittlichen Bewertung von 4 von 5 Sternen honoriert. Ihr letzter Band, „Vorhang“, erschien 1975. Die Bücher wurden alle ins Deutsche übersetzt, wobei der erste Band unter dem Titel „Das geheimnisvolle Verbrechen in Styles“ bekannt wurde. Die Vielzahl an Verfilmungen und Bühnenadaptionen, einschließlich der Filme von 1974 und 2017, belegen die anhaltende Popularität von Christies Werken und insbesondere von „Mord im Orientexpress“.
Die Aufführung am 14. Februar 2026 ist bereits ausverkauft, was die anhaltende Faszination für Agatha Christies Meisterwerke unterstreicht. Die Ticketpreise lagen im Vorverkauf bei 16 Euro (ermäßigt 10 Euro) und an der Abendkasse bei 18 Euro (ermäßigt 12 Euro). Für alle, die es nicht zur Aufführung schaffen, gibt es zahlreiche Informationen und Hintergründe zu Christies Werken auf den Webseiten agatha-christie-collection.de und agathachristie.com.