Heute ist der 6.03.2026 und in Leonberg steht ein ganz besonderer Vortrag auf dem Programm, der sich mit einem Thema befasst, das viele Familien betrifft: Demenz. Am 11. März 2026 um 19 Uhr wird im Haus der Begegnung, Eltinger Straße 23, Leonberg, ein kostenloser Vortrag mit dem Titel „Demenz – aber nicht bescheuert! Demenz und die Veränderung im Zusammenleben“ stattfinden. Veranstaltet wird die Veranstaltung von der Evangelischen Erwachsenenbildung im Kirchenbezirk Leonberg, der Stadtverwaltung Leonberg sowie der Sozialstation Leonberg.
Referent des Abends ist Jacob Fries, eine erfahrene Gerontopsychiatrische Pflegefachkraft und Koordinator für Betreuungsgruppen für Demenzkranke beim Pflegeverbund Strohgäu-Glems gGmbH. In seiner Präsentation wird er aufklären über gängige Vorurteile zu Demenz, gibt Einblicke in das Krankheitsbild sowie verschiedene Formen der Demenz und bietet praxisnahe Tipps zur Begleitung von Demenzkranken. Die Veranstaltung wird humorvoll und alltagstauglich gestaltet, sodass das ernste Thema auf eine zugängliche Art und Weise behandelt wird. Der barrierefreie Zugang erfolgt über den Parkplatz beim Hallenbad in der Steinstraße.
Wichtigkeit der Aufklärung
In Deutschland sind rund 1,8 Millionen Menschen von Demenz betroffen. Diese hohe Zahl macht deutlich, wie wichtig es ist, das Verständnis für Menschen mit Demenz zu fördern und die Unterstützung pflegender Angehöriger zu stärken. Pflegende Angehörige können oft an ihre Grenzen stoßen und benötigen daher frühzeitige Beratung zu Hilfs- und Unterstützungsangeboten. Das Angebot des Vortrags in Leonberg ist ein Schritt in die richtige Richtung, um Angehörigen die Informationen zu geben, die sie benötigen.
Für jene, die weitere Unterstützung suchen, gibt es hilfreiche Ressourcen wie das Alzheimer-Telefon der Deutschen Alzheimer Gesellschaft e.V., das unter der Telefonnummer 030 259 37 95 14 erreichbar ist. Zudem bietet der Wegweiser Demenz des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend eine Informations- und Austauschplattform für Angehörige und kann wertvolle Hilfestellung leisten. Die Möglichkeit, sich über Pflegestützpunkte und Pflegeberatungsstellen kostenlose, unabhängige Informationen zur Pflege von Menschen mit Demenz einzuholen, sollte ebenfalls nicht unterschätzt werden.
Gemeinschaft und Unterstützung
Ein Austausch in Selbsthilfe- und Angehörigengruppen kann für viele eine enorme Entlastung darstellen. Die Nationale Kontakt- und Informationsstelle für Selbsthilfe (NAKOS) bietet eine Datenbank für Angehörigen- und Selbsthilfegruppen an, während die Deutsche Alzheimer Gesellschaft e.V. umfassende Informationen zu diesen Gruppen bereitstellt. Außerdem können sich Interessierte einer Netzwerkinitiative in ihrer Umgebung anschließen, um sich mit Gleichgesinnten auszutauschen.
Wenn die emotionale Belastung zu groß wird, stehen auch verschiedene Beratungsangebote zur Verfügung. Der ärztliche Bereitschaftsdienst unter 116 117 oder die TelefonSeelsorge unter 0800 – 111 0 111 bzw. 0800 – 111 0 222 sind rund um die Uhr erreichbar und bieten Unterstützung. Besonders pflegende Kinder und Jugendliche finden auf der Website Pausentaste des Bundesfamilienministeriums wertvolle Informationen und Hilfestellungen.
Es ist wichtig, dass Menschen mit Demenz frühzeitig festlegen, wer wichtige Entscheidungen für sie treffen soll. In Anbetracht der Komplexität des Themas Demenz ist es unerlässlich, dass nicht nur die Betroffenen selbst, sondern auch die Angehörigen gut informiert und unterstützt werden. Der Vortrag in Leonberg ist daher nicht nur eine Informationsveranstaltung, sondern auch ein wichtiger Schritt zur Sensibilisierung und Aufklärung über Demenz.
Für mehr Informationen zu den Themen rund um Pflege und Demenz empfiehlt sich ein Blick auf die Webseite des Bundesministeriums für Gesundheit, die zahlreiche hilfreiche Ressourcen bietet.
Für alle, die Interesse an dem Vortrag haben, ist der Eintritt frei und die Veranstaltung wird mit Sicherheit viele wertvolle Einsichten in den Umgang mit Demenz bieten. Seien Sie dabei und fördern Sie das Verständnis für dieses wichtige Thema!
Weitere Informationen zur Veranstaltung und ihren Hintergründen finden Sie auf der Webseite der Stadt Leonberg.