Am 13. und 14. Januar führt die LEW Verteilnetz GmbH (LVN) Pflegearbeiten an Storchennestern in Ichenhausen und Jettingen durch. Diese Maßnahmen sind Teil eines langjährigen Engagements für den Schutz der Störche und zielen darauf ab, die Horste langfristig zu sichern sowie die Versorgungs-sicherheit in der Region zu gewährleisten. Die Arbeiten finden außerhalb der Brutzeit statt, um die Störche nicht zu stören.
Die Storchennester, die sich auf Betonmasten an 1-kV-Stromleitungen befinden, wurden vor einigen Jahren mit speziellen Nisthilfen ausgestattet. Regelmäßige Pflege dieser Horste ist unerlässlich, da Störche an gewohnte Brutplätze zurückkehren. Ein wesentlicher Teil der Pflege besteht darin, den Unteren Nestbereich teilweise abzutragen, um das Gewicht der Nester zu reduzieren und die Standorte sicher zu halten. Trotz dieser Pflegemaßnahmen bleibt der Horst funktional und dient weiterhin als Brutplatz.
Langfristige Schutzmaßnahmen
Die LVN engagiert sich seit vielen Jahren für den Schutz der Störche. Im Netzgebiet des Unternehmens befinden sich rund 80 Storchennester. Rund 30 dieser Horste sind mit speziellen Nisthilfen ausgestattet, die regelmäßig kontrolliert und gepflegt werden. Zusätzlich umfasst der Schutz Maßnahmen wie die Installation isolierter Leitungen in Nestnähe, um die Sicherheit der Tiere zu gewährleisten.
Ein weiterer Standort, an dem Pflegearbeiten durchgeführt werden, ist in Hiltenfingen vorgesehen. Diese Pflege erfolgt alle fünf bis sieben Jahre, um die Sicherheit der Nester zu garantieren. Das Gewicht der Nester kann bis zu einer Tonne betragen, weshalb die LVN die Nester mit einem Kran anhebt, den unteren Teil entfernt und anschließend wieder in die Nisthilfe einsetzt. Solche regelmäßigen Überprüfungen sind wichtig, um die Stabilität der metallenen Nisthilfen sicherzustellen.
Finanzierung und Zusammenarbeit
Die Finanzierung dieser Maßnahmen erfolgt über einen speziellen Fördertopf aus Ökostromverträgen, die mit Wasserkraft gespeist werden. Monatlich fließt von jedem Vertrag ein Euro in diesen Fonds, der für Umweltschutzprojekte vorgesehen ist. Dadurch wird deutlich, dass Versorgungssicherheit und Artenschutz Hand in Hand gehen können.
Aufmerksame Leser sollten jedoch beachten, dass der Mangel an Nistplätzen nicht die Hauptursache für den Bestandsrückgang von Störchen ist. Wichtige Faktoren sind auch die geeignete Umgebung mit Nahrungshabitaten sowie die Herausforderungen, die moderne Bauweisen für die Störche mit sich bringen. Viele Störche haben Schwierigkeiten, auf modernen ziegelgedeckten Dächern Nester zu errichten, weshalb solche Schutzmaßnahmen von großer Bedeutung sind.
Die LEW Verteilnetz GmbH und ihre Partner zeigen mit ihren kontinuierlichen Anstrengungen, wie wichtig es ist, die Lebensräume dieser Tiere zu schützen und gleichzeitig die sicherheitstechnischen Anforderungen zu erfüllen. Ihre Werke setzen somit ein deutliches Zeichen für den Erhalt einer natürlichen und vielfältigen Artenvielfalt in der Region.
Weitere Informationen zu den Pflegearbeiten und der Wichtigkeit des Storchenschutzes finden Sie auf mynewsdesk, b4b schwaben und Planet Wissen.