Die Jettinger Fasnacht ist ein farbenfrohes und lebendiges Fest, das die Gemeinschaft zusammenbringt und tief in den Traditionen der Region verwurzelt ist. Am Sonntag, dem 14. Februar 2026, fand die feierliche Übergabe der Fahne und des Rathausschlüssels statt, was den Beginn der närrischen Zeit markiert. Bürgermeister Christoph Böhm nahm an der Veranstaltung im „Zitronagwand“ teil und ließ es sich nicht nehmen, zusammen mit dem Präsidenten des Fasnachtsvereins Burkhardia, Johannes Luible, auf Schwäbisch in Gedichtform zu sprechen. Die Blasmusik des BMV Jettingen untermalte die Feierlichkeiten mit fröhlichen Klängen und sorgte für eine ausgelassene Stimmung.

Der Bürgermeister äußerte, dass Jettingen nicht amerikanisch werden wolle, und lobte gleichzeitig das unermüdliche Engagement des Fasnachtsvereins und des Komitees, die das ganze Jahr über aktiv sind. In diesem Jahr nahm die Burkhardia sogar an einer Baumpflanz-Challenge teil, bei der ein kleiner Baum gepflanzt wurde. Ein weiterer humorvoller Aspekt der Veranstaltung war der Hinweis auf die „Schnäpsla“ der Fähnriche, die sich so sicherstellen, dass sie nach dem Pfendern tanzfähig bleiben.

Traditionen und Feierlichkeiten

Der Jettinger Fasnachtsverein Burkhardia begrüßt alle Fasnachter zur fünften Jahreszeit, die eine wichtige Rolle in der Kultur der Region spielt. Das Ziel des Vereins ist die Pflege der heimischen Brauchtümer, und die Veranstaltungen sind nur durch das Engagement der Vereinsmitglieder und Sponsoren möglich. Ein Highlight der Fasnacht ist das „Rumäckra“, das in den geschichtlichen Erzählungen des Vereins einen besonderen Platz einnimmt. Am Faschingsdienstag, dem Tag vor dem Aschermittwoch, wird der traditionelle Faschingsumzug stattfinden, gefolgt von einem großen Faschingstreiben am Marktplatz.

Alle sind herzlich eingeladen, in Farbenpracht und Ausgelassenheit zu feiern. Johannes Luible, Präsident des Vereins, sendete ein Grußwort und wünschte allen eine schöne Faschingssaison mit viel Freude und Spaß an der Jettinger Fasnacht. Die Freude an den Feierlichkeiten wird auch durch die musikalische Begleitung und die verschiedenen Darbietungen der Vereinsmitglieder unterstrichen.

Eine kulturelle Bereicherung

Die Fasnacht ist ein tief verwurzelter Teil der deutschen Kultur, die mit verschiedenen Bräuchen zelebriert wird. Die Begriffe Karneval, Fasching und Fastnacht zeigen regionale Unterschiede auf. Während der Karneval vor allem im Rheinland gefeiert wird, ist Fasching in Bayern und Sachsen verbreitet, und Fastnacht hat ihre Wurzeln in Hessen und Baden-Württemberg. Ursprünglich wurden diese Feste zur Vertreibung böser Geister des Winters abgehalten, und sie sind ein Ausdruck regionaler Kultur und gemeinschaftlicher Lebensfreude.

Die Jettinger Fasnacht steht in diesem Kontext als ein Beispiel für die lebendige Tradition, die sich auch in der Schwäbisch-alemannischen Fastnacht widerspiegelt. Die kunstvoll geschnitzten Holzmasken und die Figuren, die oft Hexen und Teufel darstellen, bringen Farbe und Freude in die Festlichkeiten. Musik spielt eine zentrale Rolle, und traditionelle Karnevalslieder sorgen für die richtige Stimmung.

Insgesamt zeigt die Jettinger Fasnacht nicht nur die Freude und den Zusammenhalt der Gemeinschaft, sondern auch die Bedeutung der Pflege von Traditionen. Es ist eine Zeit des Feierns, die sowohl Einheimische als auch Besucher anzieht und die kulturelle Identität der Region stärkt. Weitere Informationen zu den Veranstaltungen und Traditionen sind auf der Webseite des Vereins Burkhardia verfügbar (Burkhardia), und eine ausführliche Betrachtung der Faschingsbräuche findet sich unter (Perfekt Deutsch).