Am Dienstag, den 10. Februar 2026, kam es in Jettingen zu einem Brand in einem Wohnhaus in der Straße „Am Schießplatz“. Der Vorfall ereignete sich gegen 16.45 Uhr, als Zeitungen, die neben einem Holzofen gelagert wurden, in Brand gerieten. Der 53-jährige Bewohner des Hauses war nicht in der Lage, das Feuer eigenständig zu löschen. Glücklicherweise blieben die Einsatzkräfte der Feuerwehren aus Jettingen und Burgau, die mit insgesamt 42 Feuerwehrleuten vor Ort waren, schnell zur Stelle. Das Feuer konnte zügig gelöscht werden, und der Hausbewohner blieb unverletzt. Der Sachschaden wird auf etwa 10.000 Euro geschätzt. Weitere Informationen zu diesem Vorfall finden Sie in der ausführlichen Berichterstattung der Augsburger Allgemeinen.
Brände wie der in Jettingen sind nicht nur lokale Ereignisse, sondern Teil eines größeren Bildes, das die Brandsicherheit in Deutschland betrifft. Die vfdb-Brandschadenstatistik dient der Risikobewertung von Gebäudebränden und wurde vor über einem Jahrzehnt initiiert. Sie hat sich zu einer umfassenden Sammlung statistischer Daten entwickelt, die wichtige Erkenntnisse für den Brandschutz liefert. Diese Statistik vereint Daten von verschiedenen Institutionen und umfasst über 5.000 Gebäudebrandeinsätze aus den Jahren 2013 bis 2017. Besonders auffällig ist, dass Küchen mit 27 % der Brandentstehungen der häufigste Ort für Gebäudebrände sind und in Wohngebäuden fast die Hälfte aller Brände ausmachen.
Statistische Erkenntnisse und Herausforderungen
Die vfdb-Brandschadenstatistik hat auch einige interessante Trends aufgezeigt. So ereignen sich 83 % der Gebäudebrände bis zum zweiten Obergeschoss, und Brände zwischen 23 Uhr und 4 Uhr verursachen in der Regel größere Schäden, obwohl sie seltener auftreten. Ein besonderes Augenmerk liegt hierbei auf den Herausforderungen im Holzbau, wo eine fortgeschrittene Brandausbreitung und ein größerer Löschwasserbedarf im Brandfall identifiziert wurden. Diese Erkenntnisse können für die Planung und Verbesserung des Brandschutzes in der Industrie von großer Bedeutung sein.
Um die Datenerfassung zu optimieren, hat die vfdb einen modernen Erfassungsbogen entwickelt, der neue Brandrisiken wie Elektromobilität und Energiespeicherung berücksichtigt. Eine webbasierte Erfassung, die auf Smartphones, Tablets und PCs zugänglich ist, wird ebenfalls angeboten, um die Teilnahme zu erleichtern.
Gemeinsame Initiativen für besseren Brandschutz
Die Initiative zur Schaffung einer Deutschen Brandstatistik wird von verschiedenen Organisationen wie dem Deutschen Feuerwehrverband (DFV), der Arbeitsgemeinschaft der Leiter der Berufsfeuerwehren (AGBF), dem Verband der Feuerwehr Deutschland (WFVD) und der vfdb unterstützt. Diese Zusammenarbeit zielt darauf ab, wichtige Daten für die Brandbekämpfung in Gebäuden zu liefern und die Feuerwehren bei der Identifizierung von Einsatz- und Risikoschwerpunkten zu unterstützen. Die Brandschadenstatistik ist eine freiwillige Datenerhebung, die von Feuerwehren deutschlandweit unter einheitlichen Kriterien erfasst wird.
Mit einem durchschnittlichen Zeitaufwand von nur zwei Minuten pro Gebäudebrandeinsatz können Feuerwehren einen wertvollen Beitrag zur Verbesserung des Brandschutzes leisten. Die Ergebnisse dieser Datenerhebung werden in wissenschaftlichen Arbeiten, Faktenblättern und Fachartikeln veröffentlicht, was nicht nur zur besseren Aufklärung beiträgt, sondern auch den teilnehmenden Feuerwehren Zugang zu anonymisierten Datenbanken ermöglicht.