Im Landkreis Böblingen wird vom 16. bis 29. März 2026 zum sechsten Mal an den Internationalen Wochen gegen Rassismus teilgenommen. Diese Aktionswochen sind ein starkes Zeichen gegen Diskriminierung und Rassismus, insbesondere im Schulumfeld. Über 60 Veranstaltungen sind geplant, die sich an junge Menschen richten und ihnen helfen sollen, Rassismus im Alltag zu erkennen und aktiv dagegen vorzugehen. Rassismus zeigt sich nicht nur im Schulalltag, sondern auch in Gesprächen und sozialen Netzwerken. Es ist ein relevantes Thema für die Jugend, das sowohl unterschwellig als auch offen auftreten kann. Die Organisatoren erwarten, die 60er-Marke bei den Veranstaltungen zu übertreffen, wobei bereits 56 Veranstaltungen von Städten, Gemeinden, Initiativen und Vereinen bestätigt sind.
Der Auftakt der Aktionswochen findet am 16. März um 11 Uhr im Kaufmännischen Schulzentrum Böblingen statt. Die Eröffnung wird durch Sozialdezernent Dusan Minic und Schulleiterin Uta Berner vorgenommen. Professor Karim Fereidooni, ein anerkannter Rassismus-Experte und Hochschullehrer, wird als Hauptredner auftreten. Die Themenschwerpunkte der Wochen umfassen Menschenwürde, Rassismus und Rechtsextremismus. Dusan Minic hebt hervor, dass es entscheidend sei, junge Menschen im Umgang mit Rassismus zu stärken. Ziel ist es, Schülerinnen und Schüler zu empowern, sodass sie Diskriminierung nicht nur erkennen, sondern auch aktiv entgegenwirken können. Das Programm beinhaltet eine Vielzahl an Aktivitäten, darunter Kochworkshops, Einblicke ins jüdische Leben, Besuche von Gedenkstätten, Graffiti-Workshops und Filmvorführungen.
Vielfältige Aktivitäten und Unterstützung
Die Finanzierung dieser wichtigen Initiative erfolgt durch den Landkreis Böblingen, Mitgliedsbeiträge, Spenden und den Integrationsfonds der Kreissparkasse Böblingen. Die Aktionswochen sollen ein sichtbares Zeichen für Menschenwürde, Respekt und gesellschaftlichen Zusammenhalt setzen. Die Veranstaltungen sind nicht nur eine Gelegenheit für Aufklärung, sondern auch eine Plattform für Austausch und Begegnung.
Zusätzlich zu den lokalen Aktivitäten gibt es auch zahlreiche Ressourcen auf nationaler Ebene, die Schulen unterstützen können. Die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb.de) bietet Unterrichtsmaterialien an, um Rassismus im Alltag zu erkennen und ihm entgegenzutreten. Diese Materialien zielen darauf ab, Wissen über die Vorkommen und Funktionsweisen von Rassismus zu vermitteln und die Perspektive der Schüler zu reflektieren. So können sie Erlebnisse mit Alltagsrassismus besser verstehen und Rollenspiele erproben. Projekte wie „Bildungslücke_Rassismus“ und „SCHOOL TALKS“ fördern antirassistische und demokratiefördernde Erziehungsarbeit an Schulen, um Kinder und Jugendliche, die im Bildungsbereich von Rassismus betroffen sind, zu unterstützen.
Ein Zeichen gegen Rassismus setzen
Die Aktionswochen im Landkreis Böblingen sind eine bedeutende Initiative, um das Bewusstsein für Rassismus zu schärfen und junge Menschen zu ermutigen, sich aktiv gegen Diskriminierung einzusetzen. Es ist wichtig, dass solche Themen nicht nur im Rahmen von Veranstaltungen besprochen werden, sondern auch in den Schulunterricht integriert werden. In vielen Schulen werden bereits Materialien genutzt, die den Schülern helfen, die Strukturen von Rassismus zu verstehen und zu hinterfragen, und somit einen Beitrag zu einer respektvollen und toleranten Gesellschaft zu leisten.
Weitere Informationen und Details zu den Veranstaltungen sind auf der Website des Landkreises Böblingen sowie auf Instagram verfügbar. Für alle Interessierten ist es eine gute Gelegenheit, sich zu informieren und an den verschiedenen Angeboten teilzunehmen. Gemeinsam können wir ein starkes Zeichen gegen Rassismus setzen und die Werte von Menschenwürde und Respekt im Alltag leben.