In Holzgerlingen gibt es ab sofort eine neue Ehrungsrichtlinie, die das bürgerschaftliche Engagement der Bürgerinnen und Bürger fördern soll. In der letzten Ratssitzung beschloss der Gemeinderat einstimmig die neue Richtlinie auf Vorschlag der Verwaltung. Die Erarbeitung der Richtlinie fand im Jahr 2025 unter aktiver Beteiligung von Engagierten statt. Ein erster Ehrungsabend zur Würdigung des Engagements ist bereits für Anfang 2027 eingeplant.

Die neue Richtlinie zielt darauf ab, eine zeitgemäße Anerkennungskultur zu schaffen, die der veränderten Engagement-Landschaft gerecht wird. Diese öffentliche Ehrung von Engagement ist Teil der Top 5 Handlungsempfehlungen der Holzgerlinger Engagement-Strategie. Engagierte können in neun Kategorien geehrt werden, wobei besonders jugendliches und projektbezogenes Engagement stärker in den Fokus rückt.

Feierlichkeiten zur Anerkennung von Engagement

Die neuen Ehrungsrichtlinien sehen vor, dass ein Dankesfest in lockerer Atmosphäre gefeiert wird, um bürgerschaftliches Engagement gebührend zu würdigen und den Austausch zwischen den Engagierten zu fördern. Der Ehrungsabend und das Dankesfest sollen jährlich im Wechsel durchgeführt werden, um kontinuierlich die Wertschätzung von freiwilligem Engagement zu zeigen.

Ein neues Ehrungsgremium wird eingerichtet, das die Vorschläge für Ehrungen erarbeitet. Dieses Gremium setzt sich aus drei festen Mitgliedern der Stadtverwaltung sowie vier wechselnden Mitgliedern aus der Engagement-Landschaft zusammen. Die wechselnden Mitglieder werden im Losverfahren ausgewählt und sind für zwei Jahre im Amt. Ein informativer Abend für Vereine und Interessierte findet am 11. März um 19 Uhr im Jugend- und Kulturzentrum W3 statt, um die Neuerungen der Ehrungsrichtlinie vorzustellen.

Engagement in Deutschland und darüber hinaus

Im Kontext dieser neuen Richtlinien ist es wichtig, die bundesweiten Bestrebungen zur Förderung des freiwilligen Engagements zu berücksichtigen. Laut der Strategie des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend engagieren sich mehr als ein Drittel der Menschen in Deutschland freiwillig. Die Bundesregierung hat eine umfassende Engagementstrategie entwickelt, die Rahmenbedingungen schaffen soll, um bürgerschaftliches Engagement zu stärken.

Die Strategie berücksichtigt auch die digitale Transformation der Zivilgesellschaft sowie strukturelle Herausforderungen, die Engagement behindern können. Sie wird kontinuierlich fortentwickelt und beinhaltete einen breiten Beteiligungsprozess, bei dem fast 7000 Engagierte und Ehrenamtliche ihre Vorschläge einbrachten. Dabei wurden in vier ZukunftsLABs visionäre Ideen diskutiert und konkrete Maßnahmen festgelegt.

Das Engagement auf lokaler Ebene, wie in Holzgerlingen, spiegelt die Bemühungen der Bundesregierung wider, eine Vielzahl an Möglichkeiten und Anerkennung für freiwillige Tätigkeiten zu schaffen. Gemeinsam wird angestrebt, die Vielfalt an Engagement zu fördern und Teilhabe für alle zu ermöglichen, besonders in Krisenzeiten und Transformationsprozessen.

Die Berichterstattung über die neue Ehrungsrichtlinie in Holzgerlingen sowie die nationale Engagementstrategie verdeutlichen, wie wichtig bürgerschaftliches Engagement für die Gesellschaft ist, und laden alle Interessierten ein, aktiv daran teilzuhaben.