Die Fasnet-Zeit ist in vollem Gange und sorgt in vielen Städten für festliche Stimmung. Der Nachtrag zur Hauptfasnet zeigt eindrucksvoll, wie vielfältig die Feierlichkeiten sind. Am Rosenmontag fand eine Busfahrt nach Tübingen Hirschau zur Narrenzunft Hirschau statt, und trotz des regnerischen Wetters konnte der Rosenmontagsumzug durchgeführt werden. Der Abend wurde mit einem Guggenkonzert der Granada Fetza in Deizisau abgerundet. Am Fasnetsdienstag ging es dann weiter nach Herrenberg, wo der letzte Fasnetsumzug des Jahres stattfand, teilweise bei sonnigem Wetter. Im Anschluss wurde nach Berkheim gefahren, wo die Narren gemeinsam die Fahnen einholten und die Fasnet im Kaschber Brunnen verbrannt wurde. Am Aschermittwoch folgte die traditionelle Geldbeutelwäsche am Brunnen, gefolgt von einem Fischessen im Berkheimer Hof. In der Gemeinde herrscht Trauer über das Ende der Fasnet, doch der Spruch „Nach der Fasnet ist vor der Fasnet“ weckt Vorfreude auf den Frühling und auf den 1. Mai, wenn der 32. Flegga-Hock ab 11 Uhr auf dem Hartplatz angekündigt ist. Weitere Informationen zu diesen Festlichkeiten finden Sie in dem Artikel von Nussbaum.
Freiburgs bunte Fasnet-Woche
In Freiburg hingegen startet die Fasnet-Woche traditionell am Schmutzige Dunschtig (12. Februar) und endet am Fasnet-Zischdig (17. Februar). Der offizielle Beginn der Fasnet wird durch den Sturm auf das Rathaus markiert, wobei der Oberbürgermeister um 16 Uhr den Rathausschlüssel an den Oberzunftmeister und die Fasnetrufer übergibt. Während der Straßenfasnet, die am Fasnetsamschdig (14. Februar) beginnt und bis zum Fasnetsunndig (15. Februar) dauert, verwandelt sich die Kaiser-Joseph-Straße sowie der Rathausplatz in eine lebendige Festmeile. Hier erwarten die Besucher Stände von Vereinen und professionellen Anbietern, die von 12 bis 20 Uhr geöffnet sind.
Am Sonntag, den 15. Februar, findet der Kinderumzug der Breisgauer Narrenzunft ab 13:30 Uhr statt, und auch die Kleinen dürfen sich auf das Kinder-Narrendorf auf dem Kartoffelmarkt freuen. Eine Hästrägermesse um 11 Uhr an der St. Martinskirche rundet das Programm ab. Der Rosenmontag (16. Februar) steigert die Vorfreude mit dem großen Fasnetmendigumzug, der um 14:11 Uhr beginnt und über 100.000 Teilnehmer anlockt. Über 100 Zünfte, Guggenmusik-Kapellen und Trachtengruppen nehmen daran teil, und das diesjährige Motto lautet: „Narri-Narro“. Wer den Umzug nicht vor Ort verfolgen kann, hat die Möglichkeit, ihn im Fernsehen zu verfolgen. Weitere Details zur Fasnet in Freiburg sind in dem Artikel von Baden24 zu finden.
Die Wurzeln der Fasnet
Die Fasnet hat eine lange Tradition, die bis in die Antike zurückreicht. Sie bezeichnet Bräuche, die vor der Fastenzeit gefeiert werden und beginnt traditionell am Aschermittwoch. Der Karneval wird in vielen Regionen unterschiedlich gefeiert, wobei Umzüge, Lieder und bunte Kostüme eine zentrale Rolle spielen. Besonders im Rheinland und in der schwäbisch-alemannischen Fastnacht ist die Feierkultur ausgeprägt. Die Ursprünge des Karnevals lassen sich bis zu Feste im Mittelmeerraum zurückverfolgen, und auch die Narrenfeste des Mittelalters sind wichtige Vorläufer dieser Tradition.
Die älteste schriftliche Erwähnung der „Fasnaht“ stammt aus dem Jahr 1206, und der Begriff „Karneval“ erschien Ende des 17. Jahrhunderts im Rheinland. Während die Fasnet in Deutschland gefeiert wird, haben ähnliche Traditionen auch in anderen Ländern, wie beispielsweise Brasilien oder Venedig, ihren Platz. In Deutschland sind die Karnevalstage zwar keine gesetzlichen Feiertage, dennoch gibt es oft Schulferien, die den Feierlichkeiten Raum geben. Für eine ausführliche Betrachtung der Hintergründe und der Kultur des Karnevals kann der Artikel auf Wikipedia besucht werden.