Am Montag, den 8. September 2025, ereignete sich ein unfassbarer Vorfall in der S-Bahn zwischen Böblingen und Herrenberg. Ein unbekannter Mann entblößte sich und stellte sich in aller Öffentlichkeit der 18-jährigen Zielperson vor. Die Tat fand gegen 9:30 Uhr statt, als der Mann seine Handykamera gezielt auf die junge Frau richtete und damit seine exhibitionistischen Handlungen dokumentierte. Nach dem Vorfall verließ der Täter die S-Bahn am Bahnhof Herrenberg, ohne dass ihn jemand aufhalten konnte. Die Bundespolizeiinspektion Stuttgart hat um Hinweise aus der Bevölkerung gebeten, um den Täter zu identifizieren. Betroffene oder Zeugen können sich unter der Telefonnummer 07 11/550 49-10 20 melden.
Details zum Tatverdächtigen
Die Beschreibung des Mannes gibt einen ersten Anhaltspunkt für die Ermittlungen. Er wird auf ein Alter von etwa 20 bis 30 Jahren geschätzt, ist schlank und ungefähr 180 cm groß. Bekleidet war er mit einer kurzen Jeanshose und einem dunklen Pullover mit Kapuze. Ein auffälliges Merkmal sind seine kurzen, roten Haare. Die genaue Identität des Täters ist bislang unbekannt, dennoch ist es wichtig, Hinweise aus der Bevölkerung zu erhalten, um weitere Übergriffe zu verhindern.
Sicherheitslage im öffentlichen Nahverkehr
Der Vorfall reiht sich in eine besorgniserregende Entwicklung im öffentlichen Nahverkehr ein. Laut einem aktuellen Bericht der Berliner Zeitung sind die Zahl der Sexualdelikte im öffentlichen Verkehrsnetz in den letzten Jahren gestiegen. Im Jahr 2022 wurden von der Polizei 150 Sexualdelikte registriert, 35 mehr als im Vorjahr. Auffällig dabei ist, dass 70 Prozent dieser Delikte unter Exhibitionismus und Erregung öffentlichen Ärgernisses fallen. Die Dunkelziffer könnte vor dem Hintergrund eines veränderten Anzeigeverhaltens in der Gesellschaft noch höher liegen.
Besonders alarmierend ist, dass in S- und Regionalbahnen 66 Taten registriert wurden, was einen Anstieg von 12 Fällen im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. Diese Zunahme wirft Fragen zum Schutz der Frauen im öffentlichen Nahverkehr auf. Frauen fühlen sich nicht selten von Exhibitionisten belästigt, was die Sicherheitslage im Alltag und speziell im öffentlichen Raum betrifft.
Trotz Sicherheitsmaßnahmen wie der Videoüberwachung in U-Bahnen, Bussen und Straßenbahnen bleiben viele Frauen angespannt und verunsichert. Eine umfassende Sensibilisierung der Bevölkerung und wirksame Präventionsstrategien sind dringend erforderlich, um diese Form von Kriminalität einzudämmen und den Opfern ein sicheres Gefühl im Alltag zu geben.