Der Film „Gropiusstadt Supernova“ von Regisseur Ben Voit steht im Mittelpunkt des diesjährigen Filmfestivals Max Ophüls Preis (MOP) in Saarbrücken. Dieses Festival ist seit über 40 Jahren das wichtigste Event für den jungen deutschsprachigen Film und findet vom 19. bis 25. Januar 2026 statt. Der Film, inspiriert von den Erfurter Plattenbauvierteln wie Herrenberg, thematisiert die sozialen Realitäten und persönlichen Erfahrungen der Protagonisten. Voit, der in Erfurt geboren und nach Berlin gezogen ist, um eine Filmhochschule zu besuchen, erzählt die Geschichte eines jungen Mannes, der versucht, die Abschiebung seines Bruders zu verhindern und dabei in Schwierigkeiten gerät.

Die Dreharbeiten für „Gropiusstadt Supernova“ fanden in Neukölln statt, weil eine Reise-Produktion in ein anderes Bundesland als zu teuer angesehen wurde. Gropiusstadt wird als ähnliches Viertel wie Herrenberg beschrieben, was den regionalen Bezug des Films unterstreicht. Voit möchte mit seinem Werk Empathie erzeugen und Diskussionen anregen, wie es bereits bei einer Vorführung in Saarbrücken der Fall war. Das Festival bietet mit 57 gezeigten Filmen in den Kategorien Spielfilm, Dokumentarfilm, Mittellanger Film und Kurzfilm eine breite Plattform für aufstrebende Talente.

Film und Gesellschaft

„Gropiusstadt Supernova“ ist nicht nur ein Wettbewerbsbeitrag, sondern spiegelt auch die unterrepräsentierten Perspektiven in der Filmkunst wider, die Voits Anliegen ist. Neben diesem Beitrag stehen im Wettbewerb auch andere bemerkenswerte Filme, wie „Noah“ von Schuldenberg Films, der den Tod eines arabischen Mannes bei einer Polizeikontrolle thematisiert. Zudem sind das Werk „Hygge“ und weitere Filme nominiert, die sich mit gesellschaftlichen Fragestellungen auseinandersetzen.

Neben den Spielfilmen hat das Festival auch ein spannendes Kurzfilmprogramm, das Werke wie „Liquor“ und „Leise gehst du vor mir her“ bietet. Darüber hinaus findet ein neuer Preis für Debütprojekte großen Anklang, der Projekte mit einem Entwicklungspreis von 10.000 Euro auszeichnet.

Ein Forum für junge Talente

Das Filmfestival Max Ophüls Preis fördert junge Talente aus Deutschland, Österreich und der Schweiz und ist ein wichtiges Sprungbrett für aufstrebende Filmemacher. Im Rahmen des Festivals wird auch eine Diskussion über den Einfluss von Dokumentarfilmen auf gesellschaftliche Prozesse stattfinden, an der bekannte Teilnehmer wie Lillian Rosa und Valentin Thurn teilnehmen werden. Die Preisverleihung erfolgt am Samstag, den 24. Januar 2026, um 19 Uhr im E-Werk Saarbrücken.

Der MOP ist Teil einer lebendigen Landschaft filmischer Veranstaltungen in Deutschland, zu der auch die Internationalen Kurzfilmtage Oberhausen und das Internationale Filmfestival Mannheim-Heidelberg gehören. Diese Festivals bieten Filmemachern eine Bühne, um ihre Geschichten zu erzählen und dem Publikum vielfältige Perspektiven und Themen näherzubringen. Die Förderung des jungen Films hat oberste Priorität, was sich in den Werken und Ehrungen in diesem Jahr deutlich zeigt, insbesondere durch die beeindruckende Auswahl an Filmen, die in der neuen Generation aufgetaucht sind.