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In Herrenberg gibt es spannende Neuigkeiten in der Energieversorgung: Die Stadtwerke Herrenberg haben gemeinsam mit der Energie Calw (ENCW) das Unternehmen Energie Herrenberg gegründet. Der Gemeinderat hat am 16. Dezember 2025 den Beschluss zur Gründung gefasst. Ziel dieser Initiative ist eine Neuorganisation des Vertriebs und der Energiewende in der Region, um die Wertschöpfung vor Ort zu sichern. Die Stadtwerke bringen ihre regionale Verankerung, Vertriebskompetenz und Erfahrung in der sicheren Energieversorgung in die neue Gesellschaft ein, während die ENCW mit ihrer energiewirtschaftlichen Expertise und Erfahrung im regionalen sowie bundesweiten Energievertrieb glänzt.

Die Startphase der neuen Gesellschaft konzentriert sich auf den Vertrieb von Strom und Gas. Dabei sollen Bürger, Vereine und Unternehmen in Herrenberg die Möglichkeit erhalten, ihre Energie zu attraktiven Konditionen zu beziehen. Ein besonderes Augenmerk liegt auf nachhaltigen Angeboten, die in Zukunft bereitgestellt werden sollen. Um den direkten Kontakt zu den Kunden zu fördern, plant die Gesellschaft die Einrichtung eines Kundenzentrums in der Innenstadt als zentrale Anlaufstelle für persönliche Beratung. Oberbürgermeister Nico Reith hebt die Vorteile eines lokalen Energieversorgers hervor, während ENCW-Geschäftsführer Horst Graef strategische Chancen in der Partnerschaft sieht.

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Nachhaltigkeit und Dekarbonisierung

Die Gründung von Energie Herrenberg ist nur ein Teil der größeren Vision für die Energiezukunft der Stadt. Bis 2040 plant Herrenberg eine vollständige Dekarbonisierung. Stadtwerkechef Steffen König bezeichnet die Energie- und Wärmewende als „große Chance“. In den nächsten fünf Jahren sind Investitionen von knapp 30 Millionen Euro vorgesehen, wobei die Investitionen im Bereich Wärme bis 2025 im Vergleich zu 2024 vervierfacht werden sollen. Für eine klimaneutrale Energieversorgung sind jedoch weitere Investitionen im dreistelligen Millionenbereich notwendig.

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Der Gemeinderat hat bereits im April der Auslagerung der Gewinnsparten Strom- und Gasvertrieb in eine GmbH zugestimmt, und die Suche nach Partnerunternehmen ist im Gange. Die Entscheidung zur Gründung dieser GmbH ist für den Herbst geplant. König betont die Notwendigkeit von finanzieller, fachlicher und personeller Unterstützung, um die Wärmeversorgung auf erneuerbare Heizsysteme umzustellen. Momentan basiert 83 % der Wärmeversorgung in Herrenberg noch auf fossilen Brennstoffen, wobei 46 % auf Erdgas und 37 % auf Erdöl entfallen.

Bürgerbeteiligung als Schlüssel zur Akzeptanz

Eine wichtige Rolle spielen auch die Bürger und ihre Mitwirkung in der Energiewende. Laut dem Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) sind Akzeptanz und Mitwirkung der Bürger sowie der Kommunen entscheidend für den Erfolg solcher Projekte. In anderen Bundesländern wurden bereits Beteiligungsgesetze eingeführt, um die Teilhabe an Windenergieprojekten zu stärken. Diese Regelungen sind jedoch nicht einheitlich und führen zu Unsicherheiten in der Branche. Eine bundesweit einheitliche Regelung für Bürger- und Kommunalbeteiligung wird als notwendig erachtet, um die Akzeptanz und Unterstützung für die Energiewende zu fördern und Rechtssicherheit zu schaffen.

Die geplante Gründung von Energie Herrenberg sowie die Initiativen zur Wärmewende zeigen, dass die Stadt auf einem zukunftsfähigen Weg ist. Die Bürger werden kontinuierlich über die nächsten Schritte informiert, was nicht nur Transparenz schafft, sondern auch die Möglichkeit zur aktiven Mitgestaltung bietet. So wird die lokale Energieversorgung nicht nur neu organisiert, sondern auch nachhaltig aufgestellt. Mehr Informationen zu dieser spannenden Entwicklung finden Sie in einem Artikel auf Stadt und Werk sowie weiterführende Details zur Wärmewende auf ZFK und zur Bürgerbeteiligung auf BDEW.