Am 3. Oktober 2025 unternahm der VdK Grafenau eine spannende Fahrt zur Eisriesenwelt in Werfen, Österreich. Insgesamt 30 Teilnehmer fuhren bei herrlichem Wetter zu dieser beeindruckenden Natursehenswürdigkeit, die etwa 40 Kilometer südlich von Salzburg liegt und als größte Eishöhle der Welt bekannt ist.

Nach einem halbstündigen Aufstieg erreichte die Gruppe den Eingang zur Höhle, welcher nach einem weiteren, längeren Anstieg schließlich erreicht wurde. Für den weiteren Weg nutzten die Teilnehmer die Seilbahn, die die Strecke erheblich erleichterte.

Die Faszination der Eisriesenwelt

Die Eisriesenwelt erstreckt sich über eine Länge von 45 Kilometern und ist von atemberaubenden Eisformationen umgeben, die bis zu 25 Meter dick und bis zu 75 Meter hoch sind. Die Höhle befindet sich im Hochkogel-Massiv der Tennengebirge-Alpen und bietet Besuchern demnach nicht nur faszinierende Eissäulen, sondern auch einen Einblick in die geologische Geschichte der Region.

Die Eisformationen entstanden durch schmelzendes Schnee, das in die Höhle abfloss und im Winter fror. Kalte Winterwinde gelangen ganzjährig in die Höhle, was das Schmelzen des Eises im Sommer verhindert. Die Temperaturen in der Höhle liegen daher meist unter dem Gefrierpunkt, weshalb den Besuchern warme Kleidung empfohlen wird.

Geschichte und Erschließung

Die erste offizielle Entdeckung der Eisriesenwelt fand 1879 durch Anton Posselt statt, der nur die ersten 200 Meter erkundete. Vor dieser Entdeckung war die Höhle den Einheimischen bekannt, die sie für einen Eingang zur Hölle hielten. Posselts Erkenntnisse gerieten nach Veröffentlichung in einer Bergsteigerzeitschrift im Jahr 1880 schnell in Vergessenheit, bis Alexander von Mörk ab 1912 die Höhle wiederentdeckte und Expeditionen darin führte.

Ein wichtiges Jahr in der Geschichte der Eisriesenwelt war 1955, als eine Seilbahn gebaut wurde, die die anstrengende Wanderung zum Höhleneingang auf nur drei Minuten verkürzte. Heute ist nur der erste Kilometer der Höhle für Touristen zugänglich und bietet Stätten wie die Posselt-Halle, Hymirs Schloss und den Eispalast, der 400 Meter unter der Erde liegt.

Jährlich besuchen etwa 200.000 Touristen die Eisriesenwelt. Die Öffnungszeiten sind von 1. Mai bis 26. Oktober, wobei im Juli und August von 9:00 bis 16:30 Uhr und in Mai, Juni sowie September und Oktober von 9:00 bis 15:30 Uhr geöffnet ist. Fotografieren im Inneren der Höhle ist jedoch nicht erlaubt. Die Rundtour durch die Höhle dauert etwa 1 Stunde und 15 Minuten, was den Besuchern ein umfassendes Erlebnis ermöglicht.

Die Rückfahrt zum Berggasthof wurde von Busfahrer Heinz übernommen, was den Ausflug für die Teilnehmer abrundete und die Erinnerungen an einen unvergesslichen Tag in der Natur festigte.