Im Nationalpark Bayerischer Wald wird das Wildniscamp am Falkenstein für das Jahr 2026 wieder zur Verfügung stehen. Kinder- und Jugendgruppen aus den Landkreisen Freyung-Grafenau, Regen, Passau, Deggendorf und Cham sowie der Stadt Passau haben die Möglichkeit, geförderte Aufenthalte zu buchen. Die Programmgestaltung während der Aufenthalte wird durch die Nationalparkverwaltung übernommen, während an Wochenenden und in Schulferien das gemeinnützige Projekt WaldZeit, ein Partner des Nationalparks, die Programme gestaltet.
Die Natur im Nationalpark dient als Erfahrungsraum und fördert die Sinne der Teilnehmer. Dies geschieht durch gezielte Gruppenaktivitäten, die nicht nur Wissen vermitteln, sondern auch den Zusammenhalt in der Gruppe stärken. Der Aufenthalt im Wildniscamp ist vor allem auf Schulklassen ausgerichtet, doch auch andere Gruppen, einschließlich Vereine und Familien, sind eingeladen, Buchungen vorzunehmen. Besonders spannend ist, dass die Angebote an Wochenenden und in Ferienzeiten unter speziellen, geförderten Konditionen angeboten werden.
Förderung und Buchungsmöglichkeiten
Die Vergabe der geförderten Aufenthalte im Wildniscamp erfolgt nach der Reihenfolge des Anmeldeeingangs, da die bereitgestellten Fördermittel limitiert sind. Buchungen sind ab einer Gruppengröße von 15 Personen möglich. Für nähere Informationen ist eine Kontaktaufnahme mit WaldZeit, die in der Reutecker Straße 21b in Spiegelau zu finden sind, empfehlenswert. Auch eine telefonische Erreichbarkeit unter der Nummer 08553 / 920652 sowie eine Email an info@waldzeit.de stehen zur Verfügung.
Trotz der gemeinnützigen Ausrichtung müssen andere Gruppen beachten, dass die Angebote im Vergleich zu den günstigeren Konditionen für Schulklassen etwas teurer sein können. WaldZeit betreut die Aufenthalte durch qualifizierte Waldführer, die Erfahrungen und Kenntnisse über die Natur und den Nationalpark vermitteln.
Bildungsauftrag der Nationalparks
Der Nationalpark Bayerischer Wald erfüllt mit seinem Wildniscamp auch einen wesentlichen Bildungsauftrag, der in Übereinstimmung mit der IUCN und nationalen Vorschriften steht. Ziel ist es, das Bewusstsein für gefährdete natürliche Lebensräume zu schärfen. Durch die Wildnisbildung wird ein besonderes Augenmerk auf das Verhältnis des Menschen zur Natur gelegt, was den Teilnehmern helfen soll, die Bedeutung der natürlichen Umwelt zu verstehen und zu schätzen. In vielen deutschen Nationalparks gibt es daher ähnliche Bildungskonzepte und Programme.
Die Ansätze, die in diesem Bildungskonzept verfolgt werden, unterscheiden sich von herkömmlichen Methoden. Es wird Wert darauf gelegt, dass die Vermittlung von Wissen nicht nur theoretisch erfolgt, sondern durch praktische Erlebnisse in der Natur ergänzt wird. Auch Familientage oder individuelle Projekttage zur Wildnis, die für Gruppen angeboten werden, sind Teil dieses Bildungsangebots, welches sich an verschiedene Altersgruppen richtet.
Wer Interesse hat, mehr über die verschiedenen Angebote zu erfahren, findet alle relevanten Informationen auf der Website des Wildniscamps: www.wildniscamp.de. Die gezielte Förderung durch die Nationalparkverwaltung und den Verein WaldZeit ermöglicht es, die Erfahrungen im Wildniscamp für viele Gruppen zugänglich zu machen und so einen wertvollen Beitrag zur Umweltbildung zu leisten.